Antrag: 100% Sozialwohnungen im geplanten Bauvorhaben „ Zuffenhäuser Garten“ der Baugenossenschaft Zuffenhausen (BGZ)

Die Baugenossenschaft Zuffenhausen (BGZ) wird aufgefordert, für das geplante Bauvorhaben Zuffenhäuser Garten“ nicht das Stuttgarter Innenentwicklungsmodell (SIM) zur Anwendung kommen zu lassen, sondern die 62 vorgesehenen Wohnungen als Sozialwohnungen zu vermieten und so einem weiteren Verdrängungsprozess entgegen zu wirken.

Begründung:

Durch den Abriss des „Stammheimer Blocks“ und Neubau des „Zuffenhäuser Garten“ wird für die jetzigen Mieter*innen leistbarer Wohnraum vernichtet. Zum einen durch die minimierte Anzahl neu errichteter Wohnungen, zum anderen durch die wenigen und auch nur eventuell im Rahmen des Stuttgarter Innenentwicklungsmodell (SIM) entstehenden „Sozialwohnungen“, die zudem teurer als die heutigen Wohnungen ohne Mietpreisbindung sein werden.

In Stuttgart hätten 100000 Haushalte Anspruch auf eine Sozialmietwohnung. Die Zahl der Sozialwohnungen ist seit den 80er Jahren dramatisch zurückgegangen, trotz inzwischen wieder steigendem Bedarf, der Rückgang geht u.a. weiter durch die vielen Wohnungen, die jährlich aus der Bindung fallen. Das Argument, dass eine Ghettoisierung befürchtet werden muss, wenn eine größere Anzahl Sozialwohnungen in einer Neubebauung entstehen, ist dadurch entkräftet, dass die Wohnungsnot inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Die Anspruchsberechtigten für eine Sozialwohnung sind Krankenschwestern, Polizist*innen, ALG2-Bezieher*innen, Student*innen, Verwaltungsangestellte, Müllwerker*innen, Flüchtlingsfamilien, …eine gute Durchmischung ist gewährleistet. Die Baugenossenschaft Zuffenhausen könnte mit einem guten und mutigen Beispiel vorangehen und so einen 1. Schritt dahingehend tun, dass in Stuttgart Wohnen nicht weiter zur Ware verkommt, sondern seinem Anspruch, leistbar und Menschenrecht zu sein, gerecht wird.

Ansprechpartner*innen: Susanne Bödecker, Pablo Alderete, Karl Reif, Oliver Fleig

Unterstützer_in

Ingmar Grosch, Diplom-Physiker
Direkte Bürger­beteiligung ohne starren Partei­rahmen. Im eigenen Stadtteil kleine Verbes­serungen umsetzen. So bleibt Stuttgart lebenswert.Ingmar Grosch, Diplom-Physiker

Bleiben Sie auf dem neuesten Stand


captcha