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Kultur und Bildung im Zeitalter des Web 2.0


Im Programm von SÖS zur Kommunalwahl am 7. Juni werden unter mehreren Punkten unsere Positionen zu Bildung und Kultur benannt. Wir verlangen beispielsweise “Kostenlose Museums-besuche für Nichtverdiener”. Was ist aber mit Geringverdienern, oder auch mit besser Verdienenden? Ist Kultur nicht ein Allgemeingut und sollte für jeden kostenlos zugänglich sein? An einer Stelle fordern wir die Lern- und Lehrmittelfreiheit an Stuttgarter Schulen, aber was ist mit den Kosten für ein Mittagessen oder den Schulausflug, gehören sie nicht genauso zum Schulalltag?

Eine zentrale Aufgabe für die Stuttgarter Schulen sehen wir im Ausbau zu Ganztagesschulen, aber wie kann in so ein Konzept die hervorragende Arbeit der Vereine miteinbezogen werden?


Genau mit diesen Fragen und Zweifeln beschäftigen wir uns jede Woche bei SÖS. Wir haben keine vordefinierten Lösungen sondern Ansätze, die sich in langen Diskussionen entwickeln. Diese führen zu einem internen Konsens.


Wir möchten aber schon lange einen Schritt weiter gehen. Denn es ist unbefriedigend, Politik und Ideen nur intern zu entwickeln. Wir möchten dieses Diskussionsprozess öffnen und bitten alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter, beim Thema Kultur und Bildung mitzudiskutieren.


Wie soll das gehen?

Bildung und Kultur sind zwei Themen, welche für viele Menschen heute eng verbunden sind mit dem Internet. Wer hat noch nicht in wikipedia.de geblättert?

Oder sich vor einem Besuch im Theater im Internet informiert über ein Stück und vielleicht sogar einen Ausschnitt auf Youtube.de geschaut. Daher erscheint uns das Internet als die geeignete Plattform für die Diskussion zu Bildung und Kultur.

Kultur-Experiment

Wir verlagern die im SÖS-Aktiven-Kreis eröffnete Diskussion zu Bildung und Kultur auf unserer Homepage www.sös-stuttgart.de. Unter dem Kapitel “Programm” wird es für jeden möglich sein, die eigene Meinung zu diesem Thema zu äußern. Wir werden Ihre Beiträge bündeln, um daraus ein zufriedenstellendes Programm für die Arbeit von SÖS im kommenden Gemeinderat zu erstellen. Das ganze online und für jeden sichtbar. Dieses Projekt wird auch auf unseren Seiten bei facebook.de und meinvz.de gestartet.


Dieses Kultur-Experiment, das wir gemeinsam mit Ihnen starten wollen, ersetzt natürlich nicht unser klares Bekenntnis, dass für uns Kultur und Bildung zur Hauptaufgabe der städtischen Daseinsvorsorge gehört (siehe SÖS-Themenblatt: “Daseinsvorsorge und Handlungsfähigkeit”), aber wir wollen Sie in unsere Überlegungen mit einbeziehen! Beteiligen sich viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter, dann werden wir dieses Vorgehen auch bei weiteren Themenpunkten durchführen. Denn SÖS möchte nicht, wie für Parteien üblich, im eigenen Kreis entscheiden sondern mit allen Stuttgarterinnen und Stuttgartern zu einer Lösung gelangen. Das unterscheidet uns von allen Parteien. Helfen Sie uns dabei! Wir freuen uns über Ihre Ideen und Kritik!

Wir fragen die Stuttgarterinnen und Stuttgarter:
  • Sollen Besuche in Kunst- und Kultureinrichtungen für alle kostenlos sein?
  • Welche Bedeutung soll Kultur in der Bildung, z.B. in Schulen/VHS haben?
  • Welche Bedeutung soll die Bildung in der Kultur, z.B. in Museen und Theatern einnehmen?
  • Welches Bildungsmodell wünschen Sie sich für die Stuttgarter Schulen?
  • Welche Kinder- und Jugendprojekte sollen im Kultur- und Bildungsbereich Stuttgarts gefördert werden?
  • Internet ist für manche von uns ein wichtiges Kulturgut und sollte für jeden kostenlos zugänglich sein. Wie denken Sie darüber?
  • Was halten Sie von Kunst- und Kultur-Events, die zwar von allen hoch subventioniert werden, die sich aber aufgrund hoher Eintrittspreise nur “Besserverdiener” leisten können?
  • Sollen Kindertageseinrichtungen personell und materiell gut ausgestattet sein und trotzdem kostenlos angeboten werden?
2 Kommentare zu "Kultur und Bildung im Zeitalter des Web 2.0"

  1. Schwarzer sagte am 25. Mai, 2009 um 16:17 Uhr: 

    Museumsbesuche – wenigstens einmal im Monat umsonst

    Kindertageseinrichtungen – immer umsonst

  2. Arnika Kirsch sagte am 3. November, 2010 um 15:35 Uhr: 

    Warum es nicht einfach so machen wie manche Webseitenbetreiber: Sagen wieviel Geld in einem bestimmten Zeitraum benötigt wird um das Projekt möglich zu machen, anhand eines Spendenbarometers zeigen wieviel Geld noch fehlt, und letztendlich die Nutzer selbst entscheiden lassen wieviel sie dafür ausgeben möchten bzw. ob sie es sich leisten können etwas dafür auszugeben.

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