Das Problem Mobilfunk
Die kabellosen Technologien setzen sich in allen Lebensbereichen durch. Das führt dazu, dass jeder Bürger, gleichgültig wo er sich aufhält, einer Mischung von elektrischen und elektromagnetischen Feldern ausgesetzt ist, durch Handys, Mobilfunkmasten, DECT-Telefone und WLAN. Die stärkste Strahlenbelastung geht gegenwärtig vom selbstgenutzten Mobiltelefon aus, gefolgt von den dazu gehörenden Basisstationen.
Die industrieunabhängige Forschung sagt eindeutig: diese gepulste Mikrowellentechnik macht Menschen, Tiere und Pflanzen krank. Davor warnt jetzt auch der BUND. Ohne die Arbeit der Bürgerinitiativen würde die Bevölkerung nichts über das Risiko Mobilfunk erfahren. Die Bürgerinitiative Mobilfunk Stuttgart West hat durch Messungen bewiesen, dass Stuttgart nach medizinischen Kriterien verstrahlt ist. Das ist vermeidbar. Durch die Änderung der Landesbauordnung haben die Kommunen wenig Rechte bei der Aufstellung der Masten, aber die Stadt kann dennoch eine Netzplanung durchsetzen, die die Strahlenbelastung erheblich minimiert.
Vor allem Kinder sind durch den Handygebrauch gefährdet. Sensible Menschen leiden unter Strahlung und Elektrosmog. Zur vorsorgenden Minimierung der Strahlenbelastung fordern wir:
Das Ziel eines kinderfreundlichen Stuttgarts erfordert, die Handy-Nutzung an Schulen gesundheitspolitisch und medienpädagogisch zu thematisieren und einzuschränken. Die Stadt kann nach dem Vorbild der Stuttgarter Waldorfschulen und der Stadt Heidelberg tätig werden. Die städtischen Einrichtungen müssen strahlenfrei gemacht werden, durch Abschaffung der veralteten DECT-Technik und WLAN und entsprechend den Empfehlungen des Bundesamtes für Strahlenschutz muss auf Verkabelung umgestellt werden. In Bussen und Bahnen ist die Belastung sowohl für die Beschäftigten von VVS und SSB als auch für die Mitfahrer besonders hoch, deshalb muss dort ein Handyverbot erlassen werden.



