Buchhändlerin i. R.
geboren 1945
Stuttgart Möhringen
Angehörigenbeiratsvorsitzende der Lebenshilfe Stuttgart
Vorstandsmitglied und Sprecherin der Lebenshilfe-Fraktion der
Landesarbeitsgemeinschaft für Menschen mit Behinderungen (LAG AVMB BW)
Vorstandsmitglied bei „autismus stuttgart“, Regionalverband zur Förderung
von autistischen Menschen
„Anstifterin“ mit Kontakten zu Attac
Aus eigener Erfahrung ist mir die lebenslange Sorge der Familien mit
behinderten Angehörigen bekannt, die auch dann nicht endet, wenn diese als
Erwachsene in einer Einrichtung betreut werden. Schon seit Jahrzehnten
setze ich mich deshalb für die Rechte behinderter Menschen, ihre Teilhabe
am gesellschaftlichen Leben, aber auch für die Sorgen und Nöte der
Angehörigen ein. Jeder behinderte Mensch sollte so weit wie möglich
integriert werden und so viel Förderung wie nötig erhalten. Der
Zusammenschluss mit Menschen, die ähnliche Probleme haben, hat sich dabei
sehr bewährt. Für Betroffene und ihre Eltern, die ich in meinen Verbänden
vertrete, konnte ich schon manches erreichen.
Grundsätzlich bin ich gegen jede Ausgrenzung von Menschen. Stuttgart ist
eine wohlhabende Stadt, die sich der Verantwortung für Arme, Alte und
Behinderte nicht entziehen kann.
Männer und Frauen sind nach dem Grundgesetz zwar gleichberechtigt , doch
bis heute sind Frauen benachteiligt. Nach wie vor ist Erziehungsarbeit
meist Frauensache, die beruflichen Chancen sinken nach der Mutterpause.
Wegen fehlender Kindergarten- oder Kindertagesstättenplätze und
Ganztagsschulen ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oft sehr
erschwert. Private Lösungen können sich nur privilegierte Schichten
leisten. Wir fordern deshalb ausreichende und kostenlose Möglichkeiten der
Kinderbetreuung .Unser Oberbürgermeister hat sich zum Ziel gesetzt,
Stuttgart zur „kinderfreundlichsten Großstadt“ zu machen, – doch davon
sind wir noch weit entfernt ! Mit einer Werbekampagne allein lassen sich
die Probleme nicht lösen.
Pflegende Angehörige sind meist Frauen, sie tragen überwiegend die
Hauptlast der Verantwortung. Oft sind sie großen körperlichen und
seelischen Belastungen ausgesetzt, doch aus Liebe und Fürsorge opfern sie
sich auf, bis sie oftmals selbst krank werden. Manche Frauen sind
gezwungen, ihre berufliche Tätigkeit zu reduzieren oder sogar ganz
aufzugeben. Um Überforderungssituationen zu vermeiden , muss es hier
dringend sehr viel mehr professionelle Hilfe ohne bürokratische Hürden
geben. Ängste und Verunsicherung führen oft dazu, dass zustehende
Leistungen nicht eingefordert und berechtigte Widersprüche nicht geltend
gemacht werden.
Für die Kommunalwahl bei SÖS kandidiere ich, weil ich der Auffassung bin,
dass in einer so reichen Stadt wie Stuttgart nicht Kapitalinteressen und
Profitmaximierung die wesentliche Orientierung bei politischen
Entscheidungen sein sollten, sondern das gute Leben für die Mehrheit der
Bevölkerung. Bei allen wichtigen Entscheidungen müssen die Bürger
miteinbezogen werden und Bürgerbefragungen ein fester Bestandteil der
politischen Kultur sein. Immer wieder wird versucht, den Bürger im
Nachhinein von sinnlosen und teuren Projekten zu überzeugen, die über
seinen Kopf hinweg und gegen seinen Willen beschlossen wurden, zum Beispiel
der Verkauf unseres Wassers , oder das Milliardengrab Stuttgart 21.
Karin Frohnmeyer sagte am 14. Mai, 2009 um 17:59 Uhr:
Liebe Barbara,
ich wünsche Dir ganz viel Erfolg und drücke die Daumen für die Wahl!!!
Solltest Du am Samstag Zeit für einen Kaffee in der Stadt haben – ich bin in Stuttgart. Ich gehe abends zu einem sicher überwältigenden Konzert im Theaterhaus: “Ultimo volo”. Darüber war eine ganze Seite in Sonntag aktuell. Pippo Pollina ist ein Freund von mir.
Liebe Grüße – vielleicht sehen wir uns ja – Karin
dr,vera antons sagte am 25. Mai, 2009 um 23:31 Uhr:
Ich fände es toll, wenn Sie mit diesen Schwerpunkten Handlungsraum bekämen. Wie engagiert Sie seit Jahrzehnten für diese Anliegen kämpfen
weiß ich ja wirklich und Ihren klaren Überblick, das gesunde Maß im Urteil
schätze ich sehr.
Nun hoffe außerdem im Sinne der UN-konvention für
Behinderte, dass der Gedanke des Inklusion, also des selbstverständlichen Dazugehörens, bald in unserer Gesellschaft Fuß fasst. Das wäre rundum geklappte Integration. Dafür steht die UNO und deshalb sind Sie, liebe Frau HUmmel mit Ihrer profunden Sachkenntnis so wichtig. Viel Erfolg!
Helga Braun- Habscheid sagte am 27. Mai, 2009 um 12:19 Uhr:
Hallo, liebe Barbara,
ich drücke Dir für die Wahl ganz fest die Daumen. Ich bin überzeugt, dass Du die richtige Frau für dieses Amt bist. Wir arbeiten nun ja auch schon einige Jahre zusammen und ich habe viel von Deiner Sachkenntnis und Deiner tollen Art im Umgang mit Menschen profitiert. Unsere behinderten Kinder könnten außerdem eine Stimme im Stadtrat gut gebrauchen.
Liebe Grüße
Helga
Karin Heide-Schäfer sagte am 3. Juni, 2009 um 11:21 Uhr:
Liebe Barbara,
ich wünsche Dir viel Erfolg für die Wahl und danke Dir für Dein tatkräftiges Engagement für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige!
Herzliche Grüße, Karin
Almut Riese sagte am 3. Juni, 2009 um 13:10 Uhr:
Liebe Barbara (ich erlaube mir als Mitkandidatin an diesem Punkt das Du),
100%ig einverstanden mit deinen Positionen. Wichtig, dass du auch den Zusammmenhang zwischen der Ausgrenzung von Alten, Kranken, Behinderten, Schwachen… und der Ungleichstellung von Mann und Frau herstellst.
Dieser Punkt ist immens wichtig und fällt gern unter den Tisch, insbesondere dort, wo überwiegend Männer diskutieren. Und wichtig auch, dass bürokratische Hürden gerade für viel belastete und/oder kranke Menschen ein großes Problem darstellen (kann da selbst ein Lied von singen).
Deswegen alles Liebe und Gute, ich drücke die Daumen!
Herzlichst,
Almut Riese