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Babara Hummel

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Listenplatz 4
hummel_barbara
Buchhändlerin i. R.
geboren 1945
Stuttgart Möhringen


Angehörigenbeiratsvorsitzende der Lebenshilfe Stuttgart

Vorstandsmitglied und Sprecherin der Lebenshilfe-Fraktion der Landesarbeitsgemeinschaft für Menschen mit Behinderungen (LAG AVMB BW)

Vorstandsmitglied bei „autismus stuttgart“, Regionalverband zur Förderung von autistischen Menschen

„Anstifterin“ mit Kontakten zu Attac

Aus eigener Erfahrung ist mir die lebenslange Sorge der Familien mit behinderten Angehörigen bekannt, die auch dann nicht endet, wenn diese als Erwachsene in einer Einrichtung betreut werden. Schon seit Jahrzehnten setze ich mich deshalb für die Rechte behinderter Menschen, ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, aber auch für die Sorgen und Nöte der Angehörigen ein. Jeder behinderte Mensch sollte so weit wie möglich integriert werden und so viel Förderung wie nötig erhalten. Der Zusammenschluss mit Menschen, die ähnliche Probleme haben, hat sich dabei sehr bewährt. Für Betroffene und ihre Eltern, die ich in meinen Verbänden vertrete, konnte ich schon manches erreichen.

Grundsätzlich bin ich gegen jede Ausgrenzung von Menschen. Stuttgart ist eine wohlhabende Stadt, die sich der Verantwortung für Arme, Alte und Behinderte nicht entziehen kann.

Männer und Frauen sind nach dem Grundgesetz zwar gleichberechtigt , doch bis heute sind Frauen benachteiligt. Nach wie vor ist Erziehungsarbeit meist Frauensache, die beruflichen Chancen sinken nach der Mutterpause. Wegen fehlender Kindergarten- oder Kindertagesstättenplätze und Ganztagsschulen ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oft sehr erschwert. Private Lösungen können sich nur privilegierte Schichten leisten. Wir fordern deshalb ausreichende und kostenlose Möglichkeiten der Kinderbetreuung .Unser Oberbürgermeister hat sich zum Ziel gesetzt, Stuttgart zur „kinderfreundlichsten Großstadt“ zu machen, – doch davon sind wir noch weit entfernt ! Mit einer Werbekampagne allein lassen sich die Probleme nicht lösen.

Pflegende Angehörige sind meist Frauen, sie tragen überwiegend die Hauptlast der Verantwortung. Oft sind sie großen körperlichen und seelischen Belastungen ausgesetzt, doch aus Liebe und Fürsorge opfern sie sich auf, bis sie oftmals selbst krank werden. Manche Frauen sind gezwungen, ihre berufliche Tätigkeit zu reduzieren oder sogar ganz aufzugeben. Um Überforderungssituationen zu vermeiden , muss es hier dringend sehr viel mehr professionelle Hilfe ohne bürokratische Hürden geben. Ängste und Verunsicherung führen oft dazu, dass zustehende Leistungen nicht eingefordert und berechtigte Widersprüche nicht geltend gemacht werden.

Für die Kommunalwahl bei SÖS kandidiere ich, weil ich der Auffassung bin, dass in einer so reichen Stadt wie Stuttgart nicht Kapitalinteressen und Profitmaximierung die wesentliche Orientierung bei politischen Entscheidungen sein sollten, sondern das gute Leben für die Mehrheit der Bevölkerung. Bei allen wichtigen Entscheidungen müssen die Bürger miteinbezogen werden und Bürgerbefragungen ein fester Bestandteil der politischen Kultur sein. Immer wieder wird versucht, den Bürger im Nachhinein von sinnlosen und teuren Projekten zu überzeugen, die über seinen Kopf hinweg und gegen seinen Willen beschlossen wurden, zum Beispiel der Verkauf unseres Wassers , oder das Milliardengrab Stuttgart 21.



5 Kommentare zu "Babara Hummel"

  1. Karin Frohnmeyer sagte am 14. Mai, 2009 um 17:59 Uhr: 

    Liebe Barbara,
    ich wünsche Dir ganz viel Erfolg und drücke die Daumen für die Wahl!!!
    Solltest Du am Samstag Zeit für einen Kaffee in der Stadt haben – ich bin in Stuttgart. Ich gehe abends zu einem sicher überwältigenden Konzert im Theaterhaus: “Ultimo volo”. Darüber war eine ganze Seite in Sonntag aktuell. Pippo Pollina ist ein Freund von mir.
    Liebe Grüße – vielleicht sehen wir uns ja – Karin

  2. dr,vera antons sagte am 25. Mai, 2009 um 23:31 Uhr: 

    Ich fände es toll, wenn Sie mit diesen Schwerpunkten Handlungsraum bekämen. Wie engagiert Sie seit Jahrzehnten für diese Anliegen kämpfen
    weiß ich ja wirklich und Ihren klaren Überblick, das gesunde Maß im Urteil
    schätze ich sehr.
    Nun hoffe außerdem im Sinne der UN-konvention für
    Behinderte, dass der Gedanke des Inklusion, also des selbstverständlichen Dazugehörens, bald in unserer Gesellschaft Fuß fasst. Das wäre rundum geklappte Integration. Dafür steht die UNO und deshalb sind Sie, liebe Frau HUmmel mit Ihrer profunden Sachkenntnis so wichtig. Viel Erfolg!

  3. Helga Braun- Habscheid sagte am 27. Mai, 2009 um 12:19 Uhr: 

    Hallo, liebe Barbara,

    ich drücke Dir für die Wahl ganz fest die Daumen. Ich bin überzeugt, dass Du die richtige Frau für dieses Amt bist. Wir arbeiten nun ja auch schon einige Jahre zusammen und ich habe viel von Deiner Sachkenntnis und Deiner tollen Art im Umgang mit Menschen profitiert. Unsere behinderten Kinder könnten außerdem eine Stimme im Stadtrat gut gebrauchen.

    Liebe Grüße
    Helga

  4. Karin Heide-Schäfer sagte am 3. Juni, 2009 um 11:21 Uhr: 

    Liebe Barbara,

    ich wünsche Dir viel Erfolg für die Wahl und danke Dir für Dein tatkräftiges Engagement für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige!

    Herzliche Grüße, Karin

  5. Almut Riese sagte am 3. Juni, 2009 um 13:10 Uhr: 

    Liebe Barbara (ich erlaube mir als Mitkandidatin an diesem Punkt das Du),

    100%ig einverstanden mit deinen Positionen. Wichtig, dass du auch den Zusammmenhang zwischen der Ausgrenzung von Alten, Kranken, Behinderten, Schwachen… und der Ungleichstellung von Mann und Frau herstellst.
    Dieser Punkt ist immens wichtig und fällt gern unter den Tisch, insbesondere dort, wo überwiegend Männer diskutieren. Und wichtig auch, dass bürokratische Hürden gerade für viel belastete und/oder kranke Menschen ein großes Problem darstellen (kann da selbst ein Lied von singen).

    Deswegen alles Liebe und Gute, ich drücke die Daumen!

    Herzlichst,

    Almut Riese

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