Techn. Sachbearbeiter
geboren 1960
Stuttgart-Rohracker
Als umweltbewusster Mitarbeiter in der Automobilindustrie und IG- Metall- Vertrauensmann ist mir der Wandel in eine nachhaltige Mobilität ebenso wichtig wie der Erhalt von Arbeitsplätzen. In den nächsten Jahren werden wir einen Strukturwandel zu bewältigen haben, für den wir schon heute nach den passenden Antworten suchen müssen. Deshalb stellen sich heute die Fragen, welche Mobilität wir morgen benötigen. Welche technischen und logistischen Möglichkeiten entwickelt werden können und wie wir damit Arbeit und Beschäftigung -auch mit alternativen Produkten- in der Automobilindustrie gerecht verteilen können. Soziale Gerechtigkeit und schonender Umgang mit unserer Umwelt müssen in Einklang stehen und unseren nachfolgenden Generationen die Lebensgrundlagen erhalten.
Der erste Schritt zum Mobilitätswandel beginnt schon in der Kommune: Zahlreiche Straßenbauprojekte haben in der Vergangenheit zu zusätzlichen Verkehrsbelastungen für Anwohner mit Lärm-, Feinstaub- und Schadstoffbelastungen in der Luft und für Autofahrer zu mehr nervenbelastenden Staus geführt. Viele BürgerInnen sehen sich dem Autoverkehr alternativlos ausgesetzt, würden aber gerne auf andere, umweltfreundliche Verkehrsmittel ausweichen. Leider fehlt es in Stuttgart an attraktiven Angeboten als Alternative zum Automobil. Eine Lösung ist der konsequente Ausbau eines attraktiven öffentlichen Nahverkehrs mit verkürzten Taktzeiten und attraktiven Kombinationsmöglichkeiten. Beispielsweise in Verbindung mit Mitfahrzentralen, Car-Sharing und natürlich mit dem Fahrrad. Für den Radverkehr muss das Radwegenetz in der Stadt intensiv ausgebaut und gefördert werden.
In Stuttgart geht noch immer viel Energie in Gebäuden verloren. Deshalb muss es mehr Förderprogramme zur Energieeinsparung geben, beispielsweise für die Sanierung von energieintensiven Wohngebäuden. Das hat zwei Auswirkungen zur Folge: Erstens schaffen derartige Sanierungen Arbeitsplätze, zweitens kann auf diese Weise der Energieverbrauch gesenkt werden. Für neue Wohn- als auch Geschäfts- und Industriebauten muss ab sofort mindestens Nullenergie- Standard gelten. Die CO2- Krise können sich die Stuttgarter BürgerInnen nicht leisten.
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Herzliche Grüße
Harald Walter
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