Wirtschaftsprüfer/Steuerberater
geboren 1950
Stuttgart Süd
Ich wohne im Heusteigviertel in Stuttgart-Süd und bin selbständig tätig als Wirtschaftsprüfer/Steuerberater in eigener Kanzlei im Stuttgarter Osten.
Aktiv bei: AnStifter, Leben in Stuttgart – kein Stuttgart 21!, Theaterhaus Stuttgart e.V.,
(ehrenamtlicher) Aufsichtsrat bei taz, die tageszeitung Verlagsgenossenschaft eG,
Mitglied der Vertreterversammlung und des Vertreterrats bei DATEV eG, Nürnberg.
Interessenschwerpunkte: Städtische und andere Finanzen, Wirtschaftspolitik, Kultur in Stuttgart.
Die Bundesrepublik Deutschland befindet sich m. E. in einer (Welt-) Wirtschaftskrise. Der Stadt Stuttgart geht es 2009 noch verhältnismäßig gut. Jedoch werden auch hier die Steuereinnahmen rapide zurückgehen, wenn die Krise alle Beteiligten erreicht hat. Daimler zahlt schon jetzt keine Gewerbesteuer, Porsche und LBBW werden leider folgen. Dann beschließt der Gemeinderat am 19.03.2009 mehrheitlich eine Kapitalerhöhung von 946 Mio. Euro bei der LBBW und gibt so Rücklagen her für eine vage Aussicht auf künftige Dividenden.
Ich will versuchen einen Bürgerhaushalt mit den EinwohnerInnen zu realisieren.
Ich bin immer noch optimistisch, dass Stuttgart 21 nicht kommen wird. Das Projekt ist so unnötig und insbesondere zu teuer; auch das Land Ba-Wü wird die Mehrkosten nicht stemmen können. Diese Mehrkosten, die die Gutachter Vieregg/Rössler vorgerechnet haben, sind für mich eindeutig und eben nicht finanziert. Weder Land noch Bund werden diese Mehrkosten bezahlen wollen oder können. Die Mär von einem Konjunkturprogramm durch Stuttgart 21 wird inzwischen schon nicht einmal von den Befürwortern aufrechterhalten. Es ist nämlich keines und wird auch keines werden, da die Realisation nicht stattfinden wird.
Nur durch einen echten Bürgerentscheid kann über eine Realisation eines solchen Projekts wie S21 entschieden werden!
Wenn die Krise endgültig auf den Stadthaushalt durchschlägt, wird sicher die Debatte eröffnet über eine mögliche Einsparung z. B bei dem Haushaltstitel Kultur. Welches Theater soll geschlossen werden? Hier ist dann echter Widerstand erforderlich zur Erhaltung der m. A. besonderen Vielfalt in Stuttgart. Wir können uns glücklich schätzen die vorhandenen Einrichtungen zu haben.
Das Geld aus dem Konjunkturprogramm II des Bundes soll für Kindergärten, Schulen und Kulturtempel eingesetzt werden. Hier muss neben Instandhaltung eine energetische Sanierung der Gebäude vorgenommen werden. Dabei ist darauf zu achten, dass lokale und regionale Handwerker die Aufträge bekommen. Das ist dann ein Konjunkturprogramm, welches hier auch wirken kann.
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