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Ursula Renner

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Listenplatz 10
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CNC-Fräserin
geboren 1961
Stuttgart-Untertürkheim


Damals vor 31 Jahren war es noch etwas ungewöhnliches als Frau einen Männerberuf zu ergreifen. Ich musste lernen mich durchzusetzen und vor allem bestimmte Empfindlichkeiten abzulegen. Doch ich habe es keinen Moment bereut und arbeite sehr gerne in meinem Beruf.

Dabei habe ich die Kraft der Kolleginnen und Kollegen kennengelernt. Vor allem als wir 1995 das Gesetz zur Streichung der Lohnfortzahlung wieder kippen konnten. Es ist schon beeindruckend wenn über 100 000 Menschen wegen dem gleichen Ziel auf der Straße sind.

Diese Erfahrung gilt es ins Bewusstsein der Menschen zu rufen und sie zu mobilisieren. Ich arbeite in der Automobilzulieferindustrie. Auch ich habe Angst nächstes Jahr meinen Arbeitsplatz zu verlieren. Dabei bin ich gegen die Abwrackprämie. Zeigt es doch nur, dass künstlich eine Nachfrage erzeugt wird, die weder wirtschaftlich, die vor allem ökologisch nicht sinnvoll ist. Für jedes neue Auto werden tausende Tonnen C02 in die Umwelt geblasen, es werden Ressourcen und Energie verschwendet. Es ist ein Konzept, das genau das weiter führt wie bisher: „Hauptsache, die Rendite stimmt! – Nach mir die Sinnflut!“

Was wir brauchen ist ein völlig neues Verkehrskonzept. Ein Konzept, dass die Bedürfnisse der Menschen mit den Erfordernissen der Umwelt vereinbart. Ich denke, wir haben heute die technischen Möglichkeiten in kürzester Zeit solche Konzepte zu entwickeln und damit Arbeitsplätze zu sichern. Um dieses Konzept umzusetzen, muss man sich auch darüber klar sein, dass es einen breiten Widerstand vor allem der Industrie, der Konzerne geben wird!

Mit dieser Kandidatur möchte ich auch die Diskussion eröffnen, welche Chancen, Möglichkeiten, Ideen wir haben. Denn es ist unsere Pflicht unseren Kindern, die Welt besser zu hinterlassen!

Dabei gilt es die Kräfte zu bündeln. Ich kandidiere auf der Liste von SÖS, um weil ich sehe, dass genau dieses Personenbündnis dem Bedürfnis der Bürger entspricht zusammen etwas zu verändern.
3 Kommentare zu "Ursula Renner"

  1. Uwe Elsaßer sagte am 7. Mai, 2009 um 11:00 Uhr: 

    1.Grundsätzlich positiv bewerte ich eure Ideen zur Umstrukturierung des Stuttgarter Nahverkehrs.Frage: Es gibt viele KollegInnen in Kleinfirmen (z.B.Veranstaltungstechnik) die beruflich auf ihren privaten PKW angewiesen sind um z.B. kurzfristig Geräte zu allen erdenklichen Uhrzeiten zu transportieren. Diese Tätigkeiten sind oft auch noch im unteren Einkommenssegment angesiedelt wodurch sich eine zusätzlich Besteuerung zugunsten des öffentl. Nahverkehrs eigentlich verbietet. Welche Lösungsmöglichkeiten seht ihr für dieses Problem?
    2.Stuttgart21: Die Verträge sind unterschrieben, es fliessen bereits immense Geldmengen in die Vorarbeiten. Welche Möglichkeiten seht ihr noch S21 zu kippen?
    Ansonsten: Weiter so!

  2. Luigi sagte am 7. Mai, 2009 um 19:28 Uhr: 

    Lieber Uwe,

    vielen Dank für Deinen ermutigenden Kommentar. Dies zeigt dass wir mit SÖS auf dem richtigen Weg sind.

    Mit Deiner ersten Frage beschäftigen wir uns natürlich auch. Jeder/e von uns kommt oft an den Punkt an der Sie/Er darauf angewiesen ist ein Auto zu nutzen und nicht darauf verzichten kann. Das rührt aber auch daher dass es an alternativen fehlt, dass uns dazu bringt ein Auto zu nutzen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist den öffetnlichen Nahverkehr kostenfrei anzubieten. Jeder darf und kann in einen Bus oder eine S-Bahn steigen ohne etwas dafür zu bezahlen. Das reagiert auf den aspekt, dass vor allem Personen mit geringem Einkommen sich die momentanen VVS/SSB Preise nicht leiten können. Beispiele für Kostenlosen Nahverkehr gibt es in einigen Europäischen Städten, z.B. in Belgien. Dort hat der kostenlose Nahverkehr für eine belebung der Innenstädte gesorgt.
    Der zweit wichtige Aspekt ist, dass eine höhere Taktung der Busse und ein dichteres Netz aufgebaut werden muss, so dass man überall hinkommt ohne große wegen zu haben, z.B. an Einkaufszentren/Kultureinrichtungen usw.

    Zu Deiner zweiten Frage muss man klar sagen dass S21 noch nicht gelaufen ist so lange keine BAgger anrücken… Auch wenn die Befürworter mit Ihrer Unterschrift der Bevölkerung genau dies versuchen weiszumachen. Im Vertrag sind kostenobergrenzen gesetzt, wenn diese überschritten werden dann kann der Vertrag aufgelöst werden um nur ein Beispiel für einen Ausweg zu nennen. Das ist übrigens auch dem Transrapid in München zum Verhängnis geworden, ein Jahr nachdem die Finanzierungsvereinbarung Unterschrieben war.

    Und das ist nur einGrund…wenn Du mehr darüber wissen möchtest, erklärt dies ganz gut Gangolf Stöcker in seinem Video http://www.youtube.com/watch?v=vwcN4N0TnlQ

    Vielen Dank nochmals,

    Liebe Grüße,

    Luigi

  3. Ursula Renner sagte am 8. Mai, 2009 um 5:21 Uhr: 

    Lieber Herr Elsaßer,

    Hannes Rockenbauch hat in seiner Berechnung der Finanzierung des kostenlosen Nahverkehrs schon 30 000 Autohalter rausgerechnet. SÖS ist schließlich nicht dafür, dass solche “Scheinselbständige” oder andere bankrott gehen, oder ihrer ARbeit nicht mehr nachgehen können. Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass für Pendler die Unternehmen einen Sevice einrichten müssen, damit sie zur Arbeit kommen können, bzw. diese Kosten für die Kollegen entrichten. Ich schichte auch und weiß was es heißt 15 min länger schlafen zu können! Klar, solche Forderungen lassen sich nicht von jetzt auf gleich durchsetzen, doch sie sind ein erster Schritt.

    Denn Luigi hat recht, wir brauchen neue Wege im Nahverkehr und dazu muss sich auch Schritt für Schritt die Gewohnheiten des Inviviudalverkehrs verändern. Die Diskussion muss begonnen werden! Freiburg hatte ein Projekt, dass von Parkplätzen außerhalb der Stadt in einem sehr kurem Takt Pendlerbusse (sie waren umsonst) in die Stadt fuhren. Dies wurde sehr gut genutzt. Schießlich sind diese Kosten geringer, als wenn wir alle krank werden oder der Umschlag zur Umweltkatasprophe unser Leben bedroht!

    Zu Ihrer 2. Frage.
    In unserer Home-page können Sie das Flugblatt runterladen “Nichts ist entschieden! Jetzt erst recht: Stuttgart 21 abwählen!” Neben diesen ganzen Argumenten denke ich, dass vor allem uns Bürgern der Schneid abgekauft werden soll. Vielleicht kennen Sie ja die Argumentation, dass erst gesagt wird: “Man muss abwarten was wird!”.Und wenn dann Fakten geschaffen werden, wird gesagt; “Jetzt ist es zu spät!”
    Wie im Flugblatt ausgeführt wird, ist noch vieles nicht in trockenen Tüchern. Und – wir haben viel mit Stuttgarter Bürger diskutiert, die auch zu einem konkreten Widerstand bereit sind – sie waren 20 Jahre alt, aber auch zum Teil 80 Jahre. Um solche Fragen öffentlich zu diskutieren ist gerade die Kundgebung am 14. Mai auf dem Schlossplatz wichtig. Ich freue mich, wenn wir uns dort sehen könnten!

    Liebe Grüße

    Ursel

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