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Nochmals: Museumspädagogischer Dienst

7. Juli 2006, verfasst von  
Abgelegt unter: Anträge und Anfragen

Antrag und Anfrage vom 07.07.2006 (Nr. 226/2006)

Die Stellungnahme der Verwaltung zu meinem Antrag Nr. 152/2006 vom 28.06.2006 wirft Fragen auf und ist nicht geeignet, meinen Antrag zu erledigen.

In dieser Stellungnahme wird die Umstellung von “Klassenpauschalen” auf “Kopfgelder” für den Museumspädagogischen Dienst als ein Akt der Gerechtigkeit dargestellt.
Es stellt sich die Frage, ob sich irgendeine dieser von der Verwaltung angeführten “zahlenmäßig kleineren und besonders förderungswürdigen Gruppen und Schulklassen” über die behauptete Ungerechtigkeit beschwert und somit Anlass für die Umstellung gegeben hat.

Wie hoch sind die Mehreinnahmen durch die Umstellung auf das “Kopfgeld” und wie hoch sind die Mehrkosten der dadurch erforderlichen zusätzlichen Verwaltungsaufwendungen?

Der Einwand, die von den Teilnehmenden zu bezahlenden Beiträge für Führungen und Projekte des Museumspädagogischen Dienstes ersetzten nur zehn Prozent der Kosten, lässt außer acht, dass auch ein zehnprozentiger Beitrag so manche Familie schlicht überfordert. Wenn schon eine “gerechte” Lösung angestrebt wird, so ist ein beitragsfreier Besuch bzw. eine beitragsfreie Teilnahme die wohl “gerechteste”.

Hannes Rockenbauch

Kommentare

1 Kommentar zu "Nochmals: Museumspädagogischer Dienst"

  1. SÖS im Stuttgarter Gemeinderat sagte am 9. Januar, 2007 um 16:58 Uhr: 

    Beantwortung und Stellungnahme vom 28.08.2006:

    Die in der erneuten Anfrage gestellten Fragen werden wie folgt beantwortet:

    1. In der Tat haben sich seitens der genannten Gruppen Lehrerinnen und Lehrer über die früheren Pauschalbeträge mehrfach beschwert.

    2. Durch die Umstellung werden sich höhere Eigeneinnahmen ergeben; dies entspricht der Intention des Gemeinderats und kommt der Qualität der museumspädagogischen Arbeit zu gute. Nach einem halben Jahr Praxis lassen sich noch keine verlässlichen Zahlen für das Gesamtjahr 2006 beziffern; zur Orientierung: In 2005 hat der mu*pä*di für Veranstaltungen 17.100 €, in den ersten sieben Monaten von 2006 rund 20.000 € eingenommen.

    3. Der Verwaltungsaufwand hat sich durch die Umstellung aufgrund eines neu entwickelten Buchungs- und Abrechnungssystems nicht nennenswert erhöht.

    4. Die Frage der sozialen „Gerechtigkeit“ ist in diesem Zusammenhang schwer zu diskutieren. Die nun vom Gemeinderat beschlossene Lösung verteilt die Lasten besser und ist insoweit auf jeden Fall „gerechter“ als die ursprüngliche Regelung. Kostenfreiheit ist angesichts des knappen Kulturetas und der Vorgaben des Gemeinderates nicht möglich.

    Dr. Wolfgang Schuster

    zum Originaltext

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