Entwicklung Stöckach
22. März 2007, verfasst von SÖS
Abgelegt unter: Anträge und Anfragen
Anfrage vom 22.03.2007 (Nr. 143/2007)
* Nachdem bei Veranstaltungen im Bereich Stöckach davon gesprochen wird, dass bspw. für das Arreal des ehemaligen Arbeitsamtes Investoren bereit stehen, die einen Mix von Wohnungen, Büros und Einzelhandel planen,
* nachdem anlässlich einer Veranstaltung zum Bauherrenmodell die Verwaltung bedauerte, zu wenig Flächen für am Bauherrenmodell Interessierte anbieten zu können,
* und ich bereits mit meinem Antrag 127/2006 vom 12.04.2006 angeregt hatte, einen städtebaulichen Rahmenplan für den Stöckach inkl. Entwicklungsmaßnahmen gem. § 165 BauGB anzustreben und dieser negativ beschieden wurde,
frage ich heute nach dem Stand der Dinge.
“Ziel ist”, so hatte ich in meinem o.g. Antrag formuliert, "den Stöckach zu einem lebendigen und attraktiven Stadtteil mit echt “städtischen Strukturen” und einer sozialen und kulturellen Infrastruktur zu machen, in der sich die dort schon vorhandene gesellschaftliche Vielfalt entfalten kann, ein Beispiel für attraktives, innerstädtisches Wohnen in einem Stadtteil der kurzen Wege zu schaffen, Bürger und Bewohner in Planung und Umsetzung einzubeziehen, ein Stück nachhaltige Stadtentwicklung zu realisieren.”
Ein Discountermarkt würde dagegen den bestehenden Einzelhandel zerstören und zu erheblichen verkehrlichen Belastungen für den ohnehin überlasteten Stöckach führen.
Ich bitte um einen Bericht in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Umwelt und Technik.
Hannes Rockenbauch




SÖS im Stuttgarter Gemeinderat sagte am 27. Mai, 2007 um 13:56 Uhr:
Beantwortung vom 14.05.2007:
Der Eigentümer des Grundstücks des ehemaligen Arbeitsamtes Neckarstraße 155 in Stuttgart-Ost bemüht sich seit einiger Zeit um dessen Veräußerung. Die beauftragte Verwertungsgesellschaft verhandelt derzeit mit dem Höchstbietenden. Die genaue Nutzungskonzeption ist der Stadtverwaltung nicht bekannt. Eine Verkaufsentscheidung soll bis Mitte Mai 2007 getroffen werden.
Da das bisherige Planungsrecht nur einen engen Nutzungsspielraum zulässt, dürfte bei einer grundlegend anderen zukünftigen Nutzung eine Bebauungsplanänderung nötig werden. Bei diesem Verfahren bietet sich die Gelegenheit einer ausführlichen Diskussion über die zukünftige Nutzung und Gestaltung dieses Standortes.
Im Übrigen wird darauf hingewiesen, dass bereits im Jahr 1999 vom Büro für Stadt- und Regionalplanung Hans-Martin Mader ein städtebaulicher Rahmenplan für den Stöckach erarbeitet und im Gemeinderat diskutiert wurde. Allerdings war zu dieser Zeit die Verlagerung des Arbeitsamtes noch nicht absehbar, so dass der Plan lediglich den Bestand darstellt. Generell wird für die Grundstücke beidseitig der Neckarstraße die Stabilisierung der gemischten Nutzung vorgeschlagen.
Dr. Wolfgang Schuster
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