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Neckarpark – Freizeit- und Erholungsraum?

2. Mai 2009, verfasst von  
Abgelegt unter: Kandidaten-Blog

Neben dem Mercedes-Museum und der Verkaufsniederlassung erwirbt Daimler zusätzliche Flächen für ominöse, bis heute zumindest öffentlich unbekannte Erweiterungspläne. Und so läuft das dann in Stuttgart:

Kapitel 1 Kaum ist der Wunsch von Daimler geäußert, schon werden Pläne zur Verlagerung der dort bisher befindlichen Sportstätten erarbeitet. Alles wird mit dem Umbau des Daimler-Stadions verquickt (Daimler spendet dem VfB dafür noch schnell 10 Mio. Euro) und im Hauruck-Verfahren vom Gemeinderat abgesegnet. Kleiner (gewollter?) Lapsus: Eine von Daimler zusätzlich gewünschte Erschließungsstrasse ist in den Plänen so gut versteckt, dass sie der Gemeinderat gar nicht bemerkt. Also kommt es zum

Kapitel 2 Das Ganze wird nochmal aufgerollt. Ein Zauberkünstler tritt auf: Der Verkehrsplaner Karajan (noch immer weiß niemand, was Daimler bauen will) schaut in seine Zauberkugel und sieht voraus, dass das, was dort gebaut werden wird, auf jeden Fall soviel zusätzlichen Verkehr bringen wird, dass die vorhandenen Strassen dafür nicht ausreichen. Der Cannstatter Bezirksbeirat lehnt die Erschließungsstrasse  trotzdem mit 11 zu 9 Stimmen ab. Das wiederum interessiert nun den Gemeinderat überhaupt nicht: Am 30.4. stimmt er den Plänen (einschl. der Erschließungsstrasse) mit den Stimmen von CDU, SPD und Freien Wählern zu.

Noch einmal zur Erinnerung: Im offiziellen Stadtentwicklungskonzept Stuttgarts ist das Gelände als Freizeit- und Erholungsraum ausgewiesen.

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