Pressemitteilung “Stuttgart 21: Der Protest geht weiter”
10. Dezember 2009, verfasst von SÖS
Abgelegt unter: Leitartikel

Von den Unterzeichnern der Finanzierungsvereinbarung vom 2. April diesen Jahres ist demnächst keiner mehr im Amt: Tiefensee ist abgewählt, Oettinger nach Brüssel abgeschoben und Graber gefeuert. Die rasanten Kostensteigerungen von 2,5 Mrd. auf 2,8 Mrd. auf 3,1 Mrd Euro und jetzt auf 4,1 Mrd. Euro bleiben – so die Projektpartner – im „vorgegebenen“ Kostenrahmen.
Hannes Rockenbauch, Fraktionsvorsitzender von SÖS und LINKE: „Das ist die Kostenlüge vor der nächsten Kostenlüge. Stuttgart 21 wird 8 bis 10 Mrd. Euro kosten. Dazu kommen noch die Kollateralkosten, die die Stadt während der Bauzeit und am Ende übernehmen muss und die Kollateralschäden, wie die Zerstörung des Parks, die Zerstörung eines möglichen Weltkulturerbes, die Zerstörung der allerletzten Hoffnung in die Demokratie.“
SÖS-Stadtrat Stocker ergänzt: „Ausgerechnet Prof. Martin vom Verkehrswissenschaftlichen Institut Stuttgart zum Chefcontroller zu machen, ist der Treppenwitz des Jahrhunderts. Martin war mit seinen höchst fragwürdigen und einseitigen Gutachten zu Stuttgart 21 stets der Stuttgarter S21-„Mafia“ zu Diensten.“
Klar ist, der Politik sind Fakten und Argumente völlig egal; klar ist auch, dass mit den geplanten Einsparungen aus einem grottenschlechten Tiefbahnhof ein noch schlechterer Bahnhof werden soll, und der kostet eine Milliarde mehr. Aber Fakt ist auch, dass die Bevölkerung dieses Milliardengrab nicht will. Sie wird dies in den nächsten Wochen und Monaten zum Beispiel bei den Montagsdemos deutlich machen.




Hannes Rockenbauch sagte am 12. Dezember, 2009 um 15:04 Uhr:
Das ganze kommt mir echt wie zu Zeiten der Monarchie vor! Mann trifft sich im Schloss und entscheidet über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg.
Kurt Henzler sagte am 13. Dezember, 2009 um 12:38 Uhr:
Zur Abgehobenheit der Herrschenden passt da auch ganz gut ins Bild, dass Innenminister Rech bei der Grundsteinlegung für das neue Innenministerium meinte, das mit dem Baubeginn für das Neue Schloss vergleichen zu können.
Nina sagte am 13. Dezember, 2009 um 14:18 Uhr:
Das Problem, Herr Rockenbauch, ist doch generell, dass kaum noch Politik gemacht wird, die an den Interessen der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt ausgerichtet ist. Von nachhaltiger Politik ganz zu schweigen. Offensichtlich sind die Partikularinteressen von Konzernen d.h. Bahn-, Bau- und Immobilien(spekulations)unternehmen und “einflussreichen” Einzelpersonen wichtiger als die des Volkes, hier namentlich der Bürgerinnen und Bürger. Hier ist SÖS wohltuend anders. Bitte macht weiter so, legt die Finger in die jeweiligen Wunden, denn zumindest im Gemeinderat sind für mich keine anderen Parteien mehr wählbar bis auf euch und teilweise die Grünen.
Mario sagte am 14. Dezember, 2009 um 21:21 Uhr:
Wenn Käse stinkt, muß man ihn nicht unbedingt sehen um zu wissen das er da ist und so ist es mit der korrumpierenden Vetternwirtschaft im Lande, sie stinkt zum Himmel. ich möchte nicht glauben wollen, das alle er denkbaren Mittel ausgeschöpft sind, um Diesen Wahnsinn (Stuttgart 21)zu verhindern. Tatsache ist, das Lärm und Luftverschmutzung noch weiter zu nehmen werden, Menschen werden dadurch Krank und somit werden Menschenrechte mit Füßen Getreten.