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Hearing zu “Hotel Silber”: Von Köln lernen

16. Juni 2010, verfasst von  
Abgelegt unter: Anträge und Anfragen

Antrag vom 16.06.2010 (Nr. 196/2010)

Seit 22 Jahren gibt es in Köln ein NS-Dokumentationszentrum. Das EL-DE-Haus, in welchem sich dieses Dokumentationszentrum befindet, war die Kölner Zentrale der Geheimen Staatspolizei. Das Gebäude selbst weist deutlich weniger originäre Reste dieser Zeit vor als das ehemalige “Hotel Silber”.

Das “Hotel Silber” war die württembergische Leitzentrale und Sitz des württembergischen Innenministerium, wo die Verfolgung und Vernichtung geplant und organisiert wurde. Das Hotel Silber war im Krieg auch weit weniger zerstört als bisher behauptet. Die Westseite war weithin erhalten und wurde auch gleich nach Kriegsende wieder polizeilich genutzt.

In Köln und Stuttgart wurden und werden im Hinblick auf die Dokumentation der NS-Zeit ganz andere Schlussfolgerungen gezogen. In Köln existiert eine erfolgreiche Gedenk-, Lern- und Forschunggsstätte – in Stuttgart wird lediglich über eine weitere Gedenkstätte diskutiert.

Daher wollen wir, dass über die Konzeption und die Erfahrungen des EL-De-Hauses beim geplanten Hearing berichtet wird.

Wir beantragen:
Zum für den 17. Juli geplanten Hearing wird Dr. Werner Jung, Leiter des EL-DE-Hauses in Köln, eingeladen.

Hannes Rockenbauch, Ulrike Küstler, Gangolf Stocker, Maria-Lina Kotelmann, Tom Adler

Kommentare

1 Kommentar zu "Hearing zu “Hotel Silber”: Von Köln lernen"

  1. SÖS sagte am 23. Juli, 2010 um 18:56 Uhr: 

    Stellungnahme zum Antrag (15.07.2010)

    “In der vorbereitenden Besprechung mit den kulturpolitischen Sprechern aller Fraktionen am 28. April 2010 wurde festgelegt, dass zum Hearing kein Referent von außerhalb Stuttgarts eingeladen wird, der sich bereits öffentlich in Stuttgart zur Planung der Dorotheenstraße 10 geäußert hat. Herr Dr. Jung hielt am 19. Juni 2009 im Literaturhaus einen Vortrag, in dem er klar Position bezogen hat. Entsprechend den vereinbarten Vorgaben wurde er deshalb bei der Anfrage der Referenten nicht berücksichtigt.

    Das Programm des Hearings wurde am 29. Juni von den kulturpolitischen Sprechern der Fraktionen wie vorgeschlagen verabschiedet und am 30. Juni in der Presse veröffentlicht.”

    Quelle: stuttgart.de

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