Kinderfreundliches Stuttgart

Haushaltsantrag vom 17.10.2005 (Nr. 500/2005)

Stuttgart will kinderfreundlich sein. Dazu muss der Gemeinderat aber auch die richtigen Schritte tun. In diesem Sinn beantrage ich

1. die geplante Gebührenerhöhungen für den Besuch der Kindertageseinrichtungen auszusetzen.
2. für das Jahr 2006 eine Gebührensenkung von € 10 pro Platz und Monat und für das Jahr 2007 eine weitere Senkung von € 20 pro Platz und Monat.
3. eine schrittweise Reduzierung der Gebühren für den Besuch der Kindertagesstätten bis zum Jahr 2010 auf Null.
4. für das großartige Projekt „Einstein in der Kita“ die dafür notwendigen Stellen zusätzlich in den Einrichtungen zu schaffen. In der Pilotphase wurde dieses Projekt mit einem zusätzlichen Stellenkontingent betrieben. Ich befürchte, dass ohne das notwendige Mehr an Personal die Qualität stark leidet. Es werden außerdem Weiterbildungsmaßnahmen für die ErzieherInnen notwendig sein. Während der Weiterbildungszeit stehen diese
ErzieherInnen nicht in den Einrichtungen zur Verfügung. Auch die Mittel für Weiterqualifizierungsmaßnahmen sind in den Haushalt einzustellen.
5. auch für die Sprachförderung, die von allen immer gefordert wird, um die Kinder „schulfähig“ zu machen, zusätzliche Qualifikationsmaßnahmen und zusätzliches Personal vorzusehen.
6. dass die 5 Stellen für den ASD (allgemeiner Sozialdienst), die vom Jugendamt beantragt wurden, in den Haushalt eingestellt werden.
7. für die Essensversorgung der Kindertagesstätten eine Lösung zu suchen, die die Essenszubereitung zu einem Teil des pädagogischen Konzepts werden lässt. Das bedeutet, dass die Möglichkeit gegeben sein muss, in den Kindertagesstätten zu kochen, und dass ein Etat zur Verfügung gestellt wird, mit dem der Einkauf von ökologischen Lebensmitteln aus Region bestritten wird. Die Pläne zur internationalen Ausschreibung der Essensanlieferung für die Kindertagesstätten sind zu beenden.

Hannes Rockenbauch

Unterstützer_in

Harald Beck, Entwicklungsingenieur
Stuttgart muss sich neu aufstellen. Ich sehe akuten Handlungsbedarf bei Umweltschutz, Energiewende und Verkehrspolitik. So leben, dass Zukunft bleibt!Harald Beck, Entwicklungsingenieur

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