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Investoren… 

27. Januar 2011, Verfasser:
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…. und die Stadt: Ein schwieriges Verhältnis. Viele Investoren betrachten die Stadt als Beute. Sie kaufen sich die Grundstücke zusammen, beauftragen einen Architekten und stellen einen Bauantrag. Die geplante Nutzung ist meistens das gleiche öde Einerlei: Handel, Büros und oben drauf noch ein paar Wohnungen. Und schon ist es für die Fraktionen der CDU, FDP und Freien Wähler o.k. Und der OB sorgt dann auch noch für Parkplätze. Da kann man manchmal von Glück reden, dass der eine oder andere Investor sich am Markt vorbei verkalkuliert hat und weiter verkauft. Nur: Auch dem Käufer fällt nichts anderes ein. Das Ergebnis sind dann Gebäude (nennen wir es mal so), an denen allenfalls ein Autofahrer schadlos vorbei kommt. Quartier S, da Vinci sind solche schreckliche Blockbebauungen. Das Gegenteil von Urbanität.

Wahltag ist Zahltag 

13. Januar 2011, Verfasser:
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Die Feiertage sind vorbei, die Feierlaune bei dem einen oder anderen wohl auch, denn jetzt geht es mit Riesenschritten auf den Wahltag 27. März zu. Kanzlerin Merkel hat die Landtagswahl ja zum Volksentscheid über Stuttgart 21 bestimmt, und so halten wir uns daran. Wenn sich die Landesregierung und der Stuttgarter Gemeinderat schon weigert, das Volk über Stuttgart 21 abstimmen zu lassen, den Wahltermin können sie aber nicht verschieben. Natürlich besteht Landespolitik nicht nur aus Stuttgart 21, aber an diesem Thema ließ sich trefflich studieren, wie es manche Politiker mit der Demokratie (und auch mit der Wahrheit) halten. Das Volk hat besseres verdient als eine Regierung, die mit dem Volk mit Wasserwerfer und Pfefferspray kommuniziert. „Gönner“n wir uns einfach mal eine andere Landesregierung.

Geißlers Schlichtung 

25. November 2010, Verfasser:
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Selten hat das Stuttgarter Rathaus so viel Aufmerksamkeit der Medien und der Fernsehzuschauer in der ganzen Bundesrepublik erhalten. Dass die Schlichtungsgespräche so reibungslos und perfekt verlaufen, ist das Verdienst der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Rathauses, insbesondere der Protokollabteilung von Frau Mohrmann, des Sitzungsdienstes und der vielen anderen Beschäftigten, die es ermöglichten, diesen Sitzungsmarathon durchzuhalten. Vielen Dank. Und dass die Schlichtungssitzungen gelegentlich auch unterhaltsam waren, ist Heiner Geißler zu verdanken. Vielen Dank. Und dass die Schlichtungssitzungen überhaupt stattfanden, ist den vielen zehntausenden Demonstranten zu verdanken, die bei jedem Wetter „oben blieben“. Vielen, vielen Dank! Und nach der Schlichtung ist vor der Schlichtung: Der Protest geht weiter.

Friedenspflicht 

11. November 2010, Verfasser:
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Das dritte Schlichtungsgespräch ist vorüber. Während der Schlichtung herrscht Friedenspflicht. Bei den Befürwortern sitzt ein Pfarrer, der heißt Bräuchle. Und der hat eingangs des Dritten Schlichtungsgesprächs mit scharfen Worten eine Aktion der sog. Aktiven Parkschützern als Verletzung der Friedenspflicht getadelt. Bei dieser Aktion ging es darum, dass auf der Fläche des geplanten Grundwassermanagement symbolisch Bäume gepflanzt werden. Der gleiche Bräuchle leitet jeden Donnerstag die Veranstaltungen der S21-Befürworter auf dem Marktplatz. Da gibt’s Bier und „Tu ihn unten rein“-T-Shirts und scharfe Reden. Dort fordert derselbe Bräuchle dazu auf, die Stadt von S21-Gegnern zu säubern. Herr Geißler kann sich nicht aussuchen, wen die Befürworter an den Schlichtungstisch setzen. Aber die Pro-Seite kann es.

1 zu 0 für Kopfbahnhof 

28. Oktober 2010, Verfasser:
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Gleich der erste Faktencheck bringt die Wahrheit ans Licht. Für Stuttgart 21 wurde zwar schon der Nordflügel abgerissen und dank eines brutalen Polizeieinsatzes die ersten Bäume gefällt, doch eins gibt es für den Tunnelbahnhof nicht, ein fertiges und leistungsfähiges Betriebskonzept. Der stets behauptete Leistungsvorteil des Tunnelbahnhofes ist eine rein theoretische Luftnummer, die aufgrund alltagsuntauglicher Haltezeiten von ein bis zwei Minuten nichts mit der Realität zu tun hat. Mühsam warben Bahn und Land um Verständnis dafür, dass sie zur Leistungsfähigkeit keine klaren Aussagen machen können. Das sei bei deutschen Planungsprozessen so üblich, dass der Fahrplan erst am Ende der Planung käme. In der Schweiz gibt es erst einen Fahrplan, dann beginnt man mit der Planung und lässt die Bürgerinnen und Bürger entscheiden.

 
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