Kultur im Wahlkampf: SÖS lädt ein
27. April 2009, Verfasser: Jochen Schaaf
Abgelegt unter: Kandidaten-Blog
Mit SÖS durch die Innenstadt:
- “demokratische Strukturen in Stuttgart und die Weltpolitik “-
Wir machen einen gemeinsamen Spaziergang durch die Stuttgarter Innenstadt und sprechen anhand von Gebäuden und Denkmälern über die Stadtgeschichte, Aufstände im Mittelalter, die 1848 iger Revolution, den Sozialistenkongress und die Novemberrevolution.
Wir treffen uns am Sonntag den 10. Mai um 10:30 Uhr am Pavillon am Schlossplatz. Die Leitung hat unser Kandidat Jochen Schaaf. Dauer 1,5 bis 2 Stunden, Unkostenbeitrag: Spende für den Wahlkampf.
SÖS in der Staatsgalerie:
-”von den alten Meistern bis Josef Beuys”-
Wir machen eine alternative Führung durch die Staatsgalerie und sprechen anhand der Exponate über die demokratische Kultur in der Stadt.
Wir treffen uns am Sonntag den 17. Mai um 10:30 Uhr am Eingang der neuen Staatsgalerie. Unser Kandidat Jochen Schaaf wird auf unterhaltsame Weise durch die heiligen Hallen der Staatsgalerie führen. Dauer 1,5 bis 2 Stunden, Unkostenbeitrag: Spende für den Wahlkampf. (Der Eintritt in die Staatsgalerie kostet zur Zeit nichts).
Galeria Ventuno – Theorie und Praxis
26. April 2009, Verfasser: Kurt Henzler
Abgelegt unter: Kandidaten-Blog
Die jetzt am Beispiel der Galeria Ventuno wieder aufflammende Diskussion um die Bebauung des sogenannten A1-Geländes hinter dem Hauptbahnhof (derzeitiger Bestand Banken) zwingt förmlich dazu, dieses Thema nochmals grundsätzlich zu behandeln.
1. Die Theorie
Auf neu zu bebauenden Geländen liegt die alleinige Planungshoheit bei der Stadt Stuttgart. Kein Grundstückseigentümer hat einen Anspruch auf eine Planung mit dem Ziel höchstmöglicher Erlöse beim Grundstücksverkauf.
2. Die Praxis
Das A1-Gelände gehört der Bahn. Ihr den Grundstücksverkauf zu möglichst hohen Preisen zu ermöglichen, war dominierendes Ziel der Bebauungsplanung – schließlich muss mit diesen Erlösen zu erheblichen Teilen Stuttgart21 finanziert werden. Also entstand ein entsprechender – weit überwiegend kommerzielle Nutzungen vorsehender – Bebauungsplan und wurde von der Mehrheit des Gemeinderats durchgewinkt.
3. Das Ergebnis
Wie das Resultat dieser Planung aussieht, kann am vorhandenen Gebäudebestand “bewundert” werden. Der Rest wird nicht mehr als eine Multiplikation dieser Scheußlichkeiten sein – mit der Bibliothek des 21. Jahrhunderts als dort eher sinnlosem Solitär. Wohnungen waren von vornherein nur mit bescheidenen Anteilen vorgesehen – inzwischen haben die interessierten Investoren die Wohnungszahl noch weiter reduziert. Allerdings: Wer wollte überhaupt in dieser leblosen Betonwüste wohnen?
4. Die Alternative
Die Erhaltung des Kopfbahnhofs würde für diese Grundstücke (jetzt natürlich allenfalls auf den restlichen freien Flächen) eine völlig andere Planung ermöglichen: Es muss kein hoher Grundstückserlös erzielt werden, so dass sich die Planung an den Interessen der Menschen (nicht des Kapitals) orientieren kann. Nur so können lebenswerte, vielfältige Stadtteile mit einer sinnvollen Verbindung von Wohnen, Arbeiten und Leben entstehen (gutes Beispiel: der Stuttgarter Westen).
5. Das Fazit
Was auf dem A1-Gelände günstigstenfalls partiell noch verhindert werden kann, darf bei anderen Vorhaben (Da-Vinci-Projekt und Quartier S) erst gar nicht planerisch entstehen. In beiden Fällen bieten sich die Flächen – wenn schon eine Neugestaltung angestrebt wird – in großen Teilen hervorragend für innerstädtisches Wohnen an. Einkaufsmöglichkeiten und Büros haben wir mehr als genug – notwendig ist bezahlbarer Wohnraum. Nur so entstehen dauerhaft lebenswerte Stadtbezirke. Was muss geschehen? Die Kommunalwahl am 7. Juni bietet die Chance, die Stuttgart21-Parteien CDU, FDP, Freie Wähler und SPD abzuwählen und die an den Lebensinteressen der Bürgerinnen und Bürger orientierte SÖS zu stärken.
Ohne Umsteigen quer durchs Land
26. April 2009, Verfasser: Siegfried Busch
Abgelegt unter: Kandidaten-Blog
Das ist Grund 3 der “21 guten Gründe für Stuttgart 21″ in der Werbeschrift der Stadt Stuttgart im Pixi-Format.
In welche Richtung soll‘s denn ohne Umsteigen weitergehen? Zum Beispiel aus Schwäbisch Hall kommend über den Knoten Stuttgart
nach Schwäbisch Gmünd?
nach Göppingen?
nach Tübingen?
nach Rottweil?
nach Pforzheim?
nach Bruchsal?
nach Heilbronn?
Es geht jedenfalls (aus allen Richtungen!) nur bei einer (1) von sieben (7) Regional-Bahnlinien ohne Umsteigen. Deshalb ist es ganz sinnvoll, wenn Regionalzüge in Stuttgart enden und wieder zurück fahren. Ohne Umweg. Aber sie könnten auch im Kopfbahnhof leicht in einer andern Richtung weiter fahren, so wie es heute schon die ICEs tun, der IR Nürnberg-Karlsruhe und die RB Heilbronn nach Göppingen. Zugwenden wie heute im Kopfbahnhof sind in einem Durchgangsbahnhof wohl nur ausnahmsweise möglich.
“Ohne Umsteigen quer durchs Land”: das ist ein ganz windiger Grund, auf keinen Fall aber ein “guter”.
Wenn man sich die “21 guten Gründe” näher ansieht, erweisen sie sich im Vergleich mit der Alternative Kopfbahnhof 21 meist als fragwürdig, halbwahr oder einfach falsch, wie es im obigen Beispiel bei Grund Nr. 3 dargestellt ist. Wer sich dafür interessiert: ich habe alle 21 Gründe untersucht und die Kommentierungen finden sich bei http://www.siegfried-busch.de/page18/page18.html
Freie Wähler – Wahlkampf bürgernah?
26. April 2009, Verfasser: Kurt Henzler
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Wie berichtet doch die Stuttgarter Zeitung zum Wahlkampf der Freien Wähler:
Kein Bier ohne Schnaps, Stuttgart21 für mehr LKW (Leberkäswecken) und Brezeln. In der Stadt der Gastronomie und der Feste braucht’s dann logischerweise einen “Wirtschafts”wegeplan: Adler 300 m links, Löwen 600 m rechts usw. Da man in dem Zustand zweirädrig nicht mehr fahren kann, soll auf den Radwegeplan verzichtet werden.
Hoffentlich habe ich das jetzt auch alles richtig verstanden.



