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Stuttgart 21

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Stuttgart im Frühling – S21 bald Schnee von gestern!

Zurzeit möchte man nicht in der Haut von Wolfgang Drexler – Mister Stuttgart 21 – stecken. Was er versucht, im Land mit Vorträgen an Zuversicht und Vertrauen in Stuttgart 21 mühsam aufzubauen, reißen ihm die Projektplaner wieder ein. Dabei hätte er es wissen müssen: Es wird keine Ausnahmegenehmigung von der Ausnahmegenehmigung für die Tunnels zwischen Flughafen und Rohrer Kurve geben und erst recht keine für den geplanten S-Bahnhof als Bahnhof für Regionalzüge und Fernverkehrszüge. Wenn es überhaupt noch Fernverkehr geben sollte auf der Strecke Stuttgart-Zürich. Die ICE’s sind ja bekanntlich abgezogen worden. Die S21-Planer meinten, das Problem Sicherheit und Barrierefreiheit einfach aussitzen zu können. Der Abschnitt Flughafen-Rohrer Kurve muss also entweder umgeplant werden. Das dauert Jahre und hat zweistellige Kostenerhöhungen zur Folge, oder wir fahren wieder auf der Gäubahntrasse, die eigentlich aufgelassen werden sollte. Im Filderaufstiegstunnel, dem wohl teuersten S21-Stück, fahren dann pro Stunde drei Züge. Welch ein Irrsinn! Und auch die nächsten Probleme, nämlich die Verdünnung der Tunnelwände und die Korrekturen am geplanten Kellerbahnhof, werden Planänderungsverfahren nach sich ziehen. Die Zeit läuft den S21-Planern davon.

Ende der Neubaustrecke – Ende von S21

Für die S21- Propagandisten häufen sich die Probleme und der öffentliche Zuspruch schmilzt in der Frühlingssonne. Wohingegen die Kosten sprießen! Zuerst einmal bei der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm, denn diese soll im Frühjahr neu gerechnet werden. Ob dann die Nutzen-Kostenrechnung noch einen Wert über Eins bringt, ist absolut unwahrscheinlich, zumal die so genannten „weißen Kaufmannsgüterzüge“, die es gar nicht gibt, aus der Rechnung verschwinden. Das wäre dann das Ende der Neubaustrecke. Und das Ende von Stuttgart 21, denn ohne Neubaustrecke endet Stuttgart 21 auf dem Acker bei Wendlingen.
Der Propagandaschnee schmilzt dahin und der Planungspfusch wird immer mehr sichtbar. Was aber sprießt, und zwar gewaltig, ist der Widerstand. Jeden Montag kommen über 3.000 Stuttgarterinnen und Stuttgarter zur sog. Montagsdemo zum Nordausgang des Hauptbahnhofes. Und zwar aus allen Bevölkerungs- und Altersschichten. Am Dienstag heißt es, Mensch, weißt Du schon, der Soundso war auch da! Mit Frau! In der Tat, so ist es. Schließlich ist demokratischer Frühling! Auch in Stuttgart!


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