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Stuttgart 21


SMA-Studie

ProBahn, VCD und BUND-Vertreter haben heute das seit 2008 vom Verkehrsministerium des Landes Baden-Württemberg geheim gehaltenen Gutachten der Firma sma+Partner veröffentlicht und kommentiert. Das Gutachten und die Kommentare finden Sie auf der Web-Seite:
www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=534

Das Gutachten endet mit dem bezeichnenden Satz: „Aufgrund der Brisanz der vorliegenden Resultate ist absolutes Stillschweigen erforderlich.

Aus dem Gutachten lässt sich folgendes Fazit ziehen:

sma+Partner bestätigen gravierende Mängel bei der Fahrbarkeit von Stuttgart 21. Ursache für die aufgezeigten Engpässe ist die zu knapp ausgelegte Infrastruktur. Die Leistungsfähigkeit des Durchgangsbahnhofs ist deutlich geringer als versprochen. Der Bahnhof wird zum Nadelöhr. Die vorhandene Infrastruktur im Wirtschaftsraum Mittlerer Neckar wird reduziert. Es gibt gravierende Nachteile für die S-Bahn, die Gäubahn und die Verknüpfung von Verkehrslinien. Ein Integraler Taktfahrplan ITF ist mit Stuttgart 21 nicht machbar. Die These, dass Stuttgart 21 die doppelte Leistungsfähigkeit wie der Kopfbahnhof besitzt, ist widerlegt. Aufgrund der Engpässe besteht die Gefahr, dass in Zukunft Züge um Stuttgart herum geführt werden müssen. BUND, Pro Bahn und VCD fordern ein Moratorium und eine Neubewertung der Leistungsfähigkeit des Tunnelbahnhofs.

Neubaustrecke

In einer gemeinsamen Pressekonferenz von Land und Bahn haben Bahnchef Grube und Ministerpräsident Mappus am Dienstag eine Kostensteigerung von 865 Mio. Euro für die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm bekannt gegeben. Das Bündnis gegen Stuttgart 21 hält diese Zahlen für unrealistisch. Erst kürzlich hat das Bündnis eigene Berechnungen zur Neubaustrecke vorgelegt und kommt darin auf Kosten von 5 bis 6 Milliarden Euro.

Es ist ein Skandal: Seit Jahren üben sich Deutsche Bahn und Landesregierung im Vertuschen und Verschweigen. Nur scheibchenweise bereiten die Projektverantwortlichen die Bevölkerung auf immer höhere Kosten und unliebsame Wahrheiten vor.

Nimmt man die heute von der Bahn AG zugegebene Kostensteigerung und die zeitgleich vom Bündnis vorgestellte SMA Studie zusammen ist die Wirtschaftlichkeit der Neubaustrecke schon heute höchst fraglich.

Ohne Kostenwahrheit und vollständige Planfeststellung fordert das Bündnis gegen Stuttgart 21 einen sofortigen Baustopp.

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