Jörg Schmid: Atommüll – das "dreckige" Erbe von EnBW und Co

27. Oktober 2017, 19:00 Uhr
SÖS-Treff. für Politik und Kultur, Arndtstraße 29, Stuttgart


Die Atomkonzerne jubeln: RWE, EnBW, E.ON und Vattenfall sind vollständig aus der Verantwortung für den gesamten Atommüll entlassen worden – gegen eine nur vergleichs- weise geringe Einmalzahlung von 23,3 Milliarden Euro. Im Konsens zwischen der Großen Koalition und den Grünen wurde das Verursacherprinzip gekippt: Zukünftig werden nun alle Kosten für den Atommüll vom Steuerzahler über- nommen – die lange Geschichte der besonderen Privilegie- rung der Atomindustrie setzt sich so bis heute nahtlos fort.

Im Mai 2017 ist das Endlagergesetz in Kraft getreten. Es sieht vor, dass bis zum Jahr 2031 der Standort für ein unterirdi- sches Endlager feststehen soll, in der die hochradioaktiven Hinterlassenschaften der deutschen AKWs verwahrt werden können. Bereits 2050 soll die Lagerung beginnen. Dieser Zeitplan scheint völlig unrealistisch. Ebenso sind wir Bürger, entgegen den Beteuerungen der Politik, nur unzureichend an der Endlagersuche beteiligt.

Der IPPNW-Arzt Dr. Jörg Schmid bilanziert kritisch das bishe- rige Endlagerverfahren. Er entwickelt dabei auch Thesen zum weiteren Umgang mit dem atomaren Erbe und stellt diese in seinem Vortrag zur Diskussion. Ein Schwerpunkt sei- ner Überlegungen ist dabei die Frage nach der Gerechtigkeit gegenüber zukünftigen Generationen.

Der Arzt Jörg Schmid ist aktiv in der AG Atomerbe Neckar- westheim sowie im AK Atomenergie der Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW). Zuletzt be- schäftigte er sich mit den Themen AKW-Rückbau und Frei- messung/Wiederverwertung gering radioaktiven Abriss- mülls.


Unterstützer_in

Sibylle Wais, Verwaltungs­mitarbeiterin
Die Vielfalt, der bei SÖS beteiligten Menschen begeistert mich. Soviel Sach- und menschliche Kompetenz muss ins Rathaus. Weg mit den Tunnel­parteien!Sibylle Wais, Verwaltungs­mitarbeiterin

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