Johanna Tiarks und Monika Kneer: Was benötigt eine menschenwürdige Pflege? Gedanken und Fakten zum Thema Pflege

17. November 2017, 19:00 Uhr
SÖS-Treff. für Politik und Kultur, Arndtstraße 29, Stuttgart


Pflege wird von der Gesellschaft allgemein als sehr wichtig erachtet und auch wertgeschätzt. Der Pflegeberuf ist unter den TOP 3 der vertrauenswürdigsten Berufe in Deutschland nach den Feuerwehrleuten und den Rettungssanitäter*innen (GfK-Umfrage 2016).

Das klingt eigentlich prima, doch ein Blick auf die alltägliche Realität in Krankenhäusern, ambulanten Pflegediensten, Alten- und Pflegeheimen zeigt, dass die Pflegewelt bei weitem keine heile Welt ist – im Gegenteil: Fachkräftemangel, ein hoher Krankenstand, Fluktuation, Zeitarbeit, Überforderung, Überstunden und zahlreiche Überlastungsanzeigen sprechen eine deutliche Sprache. Auch die aktuelle Berichterstattung in den Medien über die Situation im Pflegeberuf lässt erahnen, dass die Pflegenden unter einem enormen Druck stehen und dass menschenwürdige Pflege unter diesen angespannten Rahmenbedingungen kein Selbstläufer ist. Doch was ist eigentlich „menschenwürdige Pflege“ und was braucht es, damit menschenwürdig gepflegt werden kann?

Diesen und anderen Fragen wollen wir auf den Grund gehen und anhand von Zahlen, Daten und Fakten darüber nachdenken, inwiefern Pflegende, die Gesellschaft und vor allem die Politik die zentralen Probleme in der Gesundheitsversorgung beseitigen und so einen Beitrag zu einer guten Pflege leisten können und müssen.

Johanna Tiarks, Gesundheits- und Krankenpflegerin, studierte Pflegemanagement und Pflegewissenschaft an der HS Esslingen und ist jetzt als Lehrerin in der Altenpflegeausbildung am Kolping-Bildungswerk tätig. Sie war Bundestagskandidatin für die Partei DIE LINKE im Wahlkreis Stuttgart I.

Monika Kneer, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, studierte Pflegepädagogik und Pflegewissenschaft an der HS Esslingen und ist stellvertretende Leiterin am Pflege-Bildungszentrum an der Filderklinik.

Flyer als PDF


Unterstützer_in

Luigi Pantisano, Stadtplaner
Mein Engagement bei SÖS gilt der Gestaltung einer solidarischen und sozialen Stadt, in der sich Vielfalt frei entfalten kann und Rassismus keine Chance hat. Wir sind alle Stuttgarter_Innen – unabhängig von Herkunft, sexueller Orientierung und Status.Luigi Pantisano, Stadtplaner

Bleiben Sie auf dem neuesten Stand

captcha