Gemeinsame Lesung und Diskussion: „Untergraben wir den Kapitalismus! Wie die Linke utopisch und realistisch zugleich sein kann“ von Erik Olin Wright(Kopie)

28. Februar 2018, 19:00 Uhr
SÖS-Treff. für Politik und Kultur, Arndtstraße 29, Stuttgart


„Sowohl Reform als auch Revolution – die beiden grundlegenden Transformationsmodelle des 20. Jahrhunderts – scheinen ihre Möglichkeiten erschöpft zu haben“, schreibt der amerikanische Soziologe Erik Olin Wright.*

Als Ausweg schlägt er „reale Utopien“ vor – also etwa Arbeiterkooperativen, Genossenschaften, sozialwirtschaftliche und solidarische Ökonomien, partizipative städtische Haushalte oder Wohnprojekte. Durch solche „emanzipatorischen Alternativen“, die „in den Räumen und Rissen innerhalb kapitalistischer Wirtschaften“ aufgebaut werden, soll der Kapitalismus „erodiert“ werden, so die Idee Wrights.

Wir möchten zusammen an drei Abenden einen Artikel von Erik Olin Wright lesen. Gemeinsam möchten wir versuchen zu klären, inwieweit diese „realen Utopien“ zu einer Transformation der aktuellen, die Menschen und Umwelt global zerstörenden Produktions- und Wirtschaftsweise führen beziehungsweise ob und wie sie dazu beitragen können, den Kapitalismus zu untergraben.

Zu bedenken ist dabei, dass der fortschreitende Klimawandel und die mit der Digitalisierung von Produktion und Warenströmen verstärkt einhergehende Prekarisierung großer Teile der Weltbevölkerung für die Sicherstellung der kapitalistischen Reproduktion ein erhebliches Risiko darstellen.

Erik Olin Wright, Jg. 1947, ist Professor für Soziologie an der Universität Wisconsin, USA. Wright war zwischen 1970 und 1990 vornehmlich mit der Klassentheorie beschäftigt. Unter dem Eindruck des Zusammenbruchs des Staatssozialismus hat er sich den Fragen der Utopie zugewandt und das „Real Utopias Project“ initiiert.

*Erik Olin Wright: Untergraben wir den Kapitalismus! Wie die Linke utopisch und realistisch zugleich sein kann. In: Blätter für deutsche und internationale Politik 10/17, S. 68–78.

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Ingmar Grosch, Diplom-Physiker
Direkte Bürger­beteiligung ohne starren Partei­rahmen. Im eigenen Stadtteil kleine Verbes­serungen umsetzen. So bleibt Stuttgart lebenswert.Ingmar Grosch, Diplom-Physiker

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