Flüchtlinge in Stuttgart: Wie leben sie? Was brauchen sie? Was macht die Stadt? Was können wir tun?

TitelbildAm 25.6.16 trafen sich im Bürgerzentrum West in Stuttgart das Personenbündnis Stuttgart Ökologisch Sozial mit geflüchteten Männern und Frauen und interessierten Bürgern um darüber zu diskutieren, wie Flüchtlinge in Stuttgart leben, was sie brauchen, was die Stadt macht und was wir tun können.

Nach der Vorstellung von SÖS durch Stadtrat Luigi Pantisano, gab es zum Auftakt den Bericht einer jungen Frau über ihren Weg nach Deutschland. Mit ihrem Mann und drei Kindern ist sie inzwischen in der Normalität angekommen. Ihr großer Wunsch ist, dass man auch in Syrien bald wieder ohne Bedrohung leben kann.

Dann äußerten sich die vier Referenten zu ihrem Thema und gaben erste Informationen.

1. Asyl- und Aufenthaltsrecht
Denis Bieler vom Flüchtlingsrat Baden-Württemberg erklärte kurz die Veränderungen in der Flüchtlingspolitik der letzten Zeit. Wie vor 20 Jahren findet eine Abschottung statt. Die Asylgesetze wurden verschärft, flüchtende Menschen mit Hilfe des Dublin 3 Abkommens abgeschoben statt aufgenommen.

2. Wohnsituation
Tom Adler von DIE LINKE, Stadtrat in Stuttgart

Die Fraktion SÖS-LINKE-PluS will neue Wege in der Wohnungsbaupolitik gehen, da es an bezahlbarem Wohnraum für die Bevölkerung und Flüchtlinge/Migranten fehlt. Deshalb fordern sie seit langem, dass die Stadt selbst baut. Städtische Flächen und Liegenschaften sollen städtisch bleiben, die Stadt eigene Bodenbevorratung betreiben. Vorhandener Wohnraum soll erhalten und instand gesetzt werden, das Zweckentfremdungsverbot durchgesetzt. Wohnraum für alle Menschen zu schaffen gehört zur Daseinsvorsorge und darf nicht für Profite aufgegeben werden.

3. Selbstversorgung statt Sachleistung
Damit kennt sich Ümit Kepenek von der Arbeitsgemeinschaft Dritte Welt gut aus. Sachleistungen verursachen mehr Aufwand für alle Seiten. Insbesondere die ärztliche Behandlung von Geflüchteten ist mittels Behandlungsscheinen sehr schwer zu organisieren.

4. Sprachkurse
Zu diesem Thema äußerte sich Ingrid Pavluš-Vidinlioǧlu von der Abteilung Integration der Stadt Stuttgart.

Danach teilten sich die Teilnehmer in vier Arbeitsgruppen, um die Themen zu vertiefen.
Nach einer Stunde stellten die AG ihre Ergebnisse vor.

Zum Schluss stellte sich ein junger Mann aus Afghanistan vor, der seit einigen Monaten in Deutschland ist. Er bedankte sich sehr für die Hilfe, die er hier erfährt.

Damit ging eine sehr informative Veranstaltung zu Ende. Die meisten Teilnehmer wünschen sich eine Fortsetzung. Wir können viel voneinander lernen und die Lösung der bestehenden Probleme gemeinsam angehen.

Im Folgenden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen:

Asylrecht
Sprache lernen
Medizinische Versorgung
Wohnen

Unterstützer_in

Sabine Schmidt, Heilpraktikerin (Psychotherapie)
Ich bin vom Konzept von SÖS nach wie vor sehr überzeugt. Das Programm ist wirklich zukunfts­orientiert und richtet sich nach den wirklichen Bedürfnissen von Bürgerinnen und Bürgern einer großen Stadt.Sabine Schmidt, Heilpraktikerin (Psychotherapie)

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