Diskriminierungsfrei feiern

Die Schausteller:innen freuten sich besonders über die vielen Familien, die das Frühlingsfest nach zweijähriger Zwangspause besuchten. Pandemiebedingt fehlten diesmal die Bierzelte. So roch es weniger nach alkoholgetränktem Erbrochenem und mehr nach Zuckerwatte. Zudem gab es weniger Schlägereien. Einige Schausteller:innen können sich künftig gut Frühlingsfeste ohne und Cannstatter Volksfeste im Herbst mit Zelten vorstellen. Alles eitel Sonnenschein? Mitnichten.   Geschmacklos und sexistisch Stein des Anstoßes waren betagte Kulissen an Ständen des Frühlingsfestes, die schon vor 60 Jahren gegen jeden guten Geschmack verstoßen haben. Ärger lösten diskriminierende, rassistische und sexistische Abbildungen an Buden und Fahrgeschäften aus.   Dabei hatte SÖS mit unserer Gemeinderatsfraktion in einem Antrag `Keine Diskriminierung auf dem Cannstatter Volksfest zulassen – Richtlinien anpassen!´ das Thema bereits Mitte November 2019 auf die Tagesordnung gesetzt. Es wurde vom zuständigen Ausschuss am 31. Januar 2020 einstimmig beschlossen.   OB Nopper attackiert Gemeinderat Die Verwaltungsspitze und die Veranstaltungsgesellschaft in Stuttgart waren und sind in der Pflicht, diese Richtlinien auch umzusetzen. Folgerichtig forderten Gemeinderatsmitglieder die diskriminierenden Darstellungen an Fahrgeschäften und Schaustellerbuden sofort zu entfernen.   Stadträtin Sibel Yüksel beschrieb die Darstellungen als „natürlich sexistisch und diskriminierend“. Statt Versäumnisse einzuräumen, attackierte OB Frank Nopper den Gemeinderat: Dieser sollte keine „Zensurbehörde, kein Hoher Rat der Tugend- und Sittenwächter, der Inquisitoren und Diskriminierungsfahnder werden“.     SÖS kritisiert kleingeistige Amtsführung Für SÖS-Stadtrat Hannes Rockenbauch sind solche Äußerungen des Oberbürgermeisters „weit von einer überparteilichen Amtsführung, wie er sie angekündigt hatte, entfernt“. Diese passen zur diskriminierenden, kleingeistigen Ablehnungshaltung von Frank Nopper, seit er im Amt ist. Zuletzt als es um das Gedenken an die Opfer rassistischer Gewalt des Terroranschlags von Hanau ging. Zuvor lehnte Nopper zum Beispiel das Hissen der Regenbogenfahne während des Fußballspiels zwischen Ungarn und Deutschland ab.   Einladung zum Bürger:innenfest West Diskriminierungsfrei feiern ist möglich – zum Beispiel auf dem Bürger*innenfest West am Samstag, den 21. Mai von 13 bis 21 Uhr. Im Bürgerzentrum West und rund herum … Mit Musik, Sport, Tanz und Speisen aus aller Welt, Angebote für Kinder und Jugendliche. Eine stressfreie Anfahrt ist möglich: Mit der U2/U29/U34/ Haltestelle Schwab-/ Bebelstraße. Veranstalter ist u. a. der Bezirksbeirat Stuttgart-West. Die SÖS-Bezirksbeirät:innen Andrea Schmidt und Paul Russmann freuen sich auf euren und Ihren Besuch.           Bilder: Roland Hägele  
Spendenkonto SÖS: SÖS – Stuttgart ökologisch sozial GLS Gemeinschaftsbank eG IBAN: DE95 4306 0967 0068 9987 00 BIC: GENODEM1GLS
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Gerhard Wick, Lagerarbeiter
Von Parteien und ihrer Hinterzimmer-Demokratie habe ich genug. Lasst uns unsere Stadt selbst gestalten. Gemeinsam können wir das. Besser als die Karriere-Politiker. Ihr versteht, ich meine dass wir keine andern Herren brauchen, sondern keine.
(b.brecht)
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