Lohnwucher

So überschrieb das Bundesarbeitsgericht sein Urteil zu ”sittenwidrigen“ Löhnen. Sittenwidrig ist demnach, wenn ein Arbeitgeber weniger als zwei Drittel des branchenüblichen Lohns zahlt. So ein Rechtsbruch schadet allen. Wer zu wenig Lohn hat, wird zum Aufstocker beim JobCenter. Die öffentliche Hand zahlt dann, was der Arbeitgeber vorenthält. Und das reicht bis ins Alter: wer zu wenig verdient, zahlt auch zu wenig für die Rente und ist im Alter arm. Wir beantragen daher, dass das JobCenter bei jedem Aufstocker prüft, ob ein sittenwidriger Lohn vorliegt. Das JobCenter Stralsund hat seit Herbst 2008 in 17 solcher Fälle von ”Lohnwucher“ etwa 132000 Euro bei Gericht erstritten. Auf keinen Fall dürfen Arbeitsuchende vom JobCenter mit Strafen belegt werden, wenn sie Stellen mit sittenwidrigen Löhnen ablehnen.

Unterstützer_in

Luigi Pantisano, Stadtplaner
Mein Engagement bei SÖS gilt der Gestaltung einer solidarischen und sozialen Stadt, in der sich Vielfalt frei entfalten kann und Rassismus keine Chance hat. Wir sind alle Stuttgarter_Innen – unabhängig von Herkunft, sexueller Orientierung und Status.Luigi Pantisano, Stadtplaner

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