Antrag: illegaler PKW-Verkehr zwischen Stuttgart-Uhlbach und Esslingen Rüdern

Schleichweg Rüdern Luftbild_resizedAntrag:

SÖSLinkePluS fordert die Stadt Stuttgart auf, den „rechtsfreien Raum“, von dem die Anwohner der Tiroler Straße in Uhlbach durch den starken täglichen „Schleichverkehr“ aus Esslingen-Rüdern betoffen sind, zu beenden.
Es existieren bereits seit vielen Jahren entsprechende Fahr-Verbotsschilder an der Stadtgrenze Stuttgarts (Obere Tiroler Str.), entsprechend am Ortsende von Esslingen-Rüdern (Uhlbacher Str.).
Wir ersuchen die Stadt Stuttgart, Ihrer Verantwortung nachzukommen, Verkehrs-Kontrollen an der gesperrten Verbindungsstraße, mindestens 3-4 mal pro Woche, durchzuführen, oder aber diesen Straßenteil baldmöglichst durch Schranken in beiden Fahrtrichtungen zu sperren.

Begründung:
Bei der Sitzung des Bezirksbeirat Obertürkheim/Uhlbach am 10.Mai 2017 kam es zu einem erschütternden Auftritt von 40 bis 50 erregten Uhlbacher Bürgern, Anwohner der Tiroler Straße, die erbitterte Klage führten, den o.g. unhaltbaren Zustand dieser schmalen Straße, durch ein dicht bebautes Uhlbacher Wohngebiet betreffend.
Nach glaubwürdigen eigenen Zählungen dieser Bürger, die von SÖSLinkePluS in Stichproben geprüft wurden, passieren in beiden Richtungen an Werktagen in den „Stoßzeiten“ des Berufsverkehrs (05.30h-09.30h und 16.30h-19.30h) täglich ca. 1700 Pkw´s, zumeist mit Esslinger oder Waiblinger Kennzeichen diese schmale Wohngebietsstraße, noch eingeengt durch parkende Anwohner. In den restlichen Zeiträumen kommen (auch in der Nacht) noch ca. 300 Fahrbewegungen hinzu.

In der Fortsetzung sind auf dem Gebiet von Stgt-Uhlbach durch diesen starken Mehrverkehr direkt noch betroffen:
die „Asangstraße“ in Richtung S-Obertürkheim, die „Markgräflerstraße“ in Richtung
S-Rotenberg und S-Untertürkheim, tageszeitlich entsprechend in umgekehrter Richtung.

Das Problem ist altbekannt: in den 80er Jahren hatte die Stadt Stuttgart, nach langwierigen juristischen Auseinandersetzungen, diese Verbindungsstraße für den Durchgangsverkehr mittels Verbotsschilder gesperrt.
Große Aufsiedlungen in den Esslinger Gemeinden Rüdern, Sulzgrieß, Krummenacker hatten in dieser Zeit eine erhebliche Steigerung des Autoverkehrs bewirkt.

Die Stadt Esslingen allerdings war ihrer Verantwortung nicht nachgekommen, für die Zufahrt in diese großen Wohngebiete eine für das stark gewachsene Verkehrs-Aufkommen entsprechende Straßenverbindung zu ermöglichen.
Den Bewohnern dieser Esslinger Gemeinden bleibt mit dem Pkw für eine Fahrt ins Neckartal (z.B. von und zum Arbeitsplatz) legal nur: von Sulzgrieß aus die „Krummenackerstraße“ zur „Mittleren Beutau“, um dann in den Esslinger Stadtring (Augustinerstr.) einzumünden.
Der Verkehr staut sich dort täglich bis zu den genannten Esslinger Wohngebieten zurück.
Inzwischen soll ein erneutes Aufsiedlungsvorhaben in ES-Rüdern geplant sein.

Die Rechtslage ist klar.
Untragbar ist die entstandene Situation für die Anwohner in S-Uhlbach.
Das zuständige Amt der Stadt Stuttgart kommt bislang seiner Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Ordnung gegenüber den Bürgern nicht nach: es war zu hören, dass nur 3-4 mal jährlich der Ordnungsdienst (nicht die Polizei), Verkehrskontrollen an dem genannten, gesperrten Straßenverlauf durchführt.
Die Gründe liegen auf der Hand: versäumte Koordinationen der beiden Städte werden jetzt mangels „Ausweg aus der Sackgasse“ auf die „lange Bank“ geschoben und so auf dem Rücken der Bürger von S-Uhlbach ausgetragen.
Insofern sehen wir keine Alternative zu einer Sperrung der Verbindungsstraße mittels Schranken, Rückfragen von SÖSLinkePluS bei entsprechenden Ämtern in Tirol haben ergeben, dass z.B. im Lechtal einfache Schranken (durch Kartenleser gesteuert, für Einsatzfahrzeuge und Pkws mit Sondergenehmigungen) genügen, um Seitentäler vom illegalen Schleichverkehr durch Touristen zu schützen.

Wir fordern die Stadt Stuttgart auf, eine unserer vorgeschlagenen Maßnahmen durchzuführen, desgleichen bitten wir einen verantwortlichen Vertreter der Stadt, in eine der nächsten Sitzungen des Bezirksbeirats zu kommen, um den geladenen Bürgern von Stgt.-Uhlbach Rede und Antwort zu stehen.

Christoph Hofrichter
Bezirksbeiratsfraktion SÖS-LINKE-PluS

Unterstützer_in

Gerhard Wick, Lagerarbeiter
Von Parteien und ihrer Hinterzimmer-Demokratie habe ich genug. Lasst uns unsere Stadt selbst gestalten. Gemeinsam können wir das. Besser als die Karriere-Politiker. Ihr versteht, ich meine dass wir keine andern Herren brauchen, sondern keine.
(b.brecht)
Gerhard Wick, Lagerarbeiter

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