01 Hannes Rockenbauch

Ost, Stadtrat
Akademischer Mitarbeiter Architektur und Stadtplanung (Dipl.-Ing.)

Meine Freund*innen fragen mich oft, warum ich mir das mit der Kommunalpolitik eigentlich antue. Seit fünfzehn Jahren lautet meine Antwort: „Weil es Spaß macht!“.

Als 38-jähriger Vater zweier Töchter kämpfe ich für eine Welt ohne Ausbeutung von Mensch und Natur. Mein Traum einer Welt ohne Krieg und Klimawandel beginnt mit einer konsequent ökologischen und sozialen Politik im Stuttgarter Rathaus. Dazu gehören auch ganz konkrete Ziele wie ein kostenloser Nahverkehr, eine autofreie Innenstadt, schnelles, kostenloses Internet durch ein städtisches Breitbandnetz genauso wie mehr bezahlbare Wohnungen in öffentlicher Hand für Alle!

Mir ist eine Politik wichtig, in der nicht die Investor*innen bestimmen, sondern alle Menschen, die in Stuttgart leben. Es braucht mehr Zusammenarbeit von außerparlamentarischen Initiativen und Politik. Diese Vielfalt leben wir mit unserem Bündnis Stuttgart ökologisch sozial.


02 Guntrun Müller-Ensslin

Weilimdorf, Stadträtin
Pfarrerin, Autorin, kulturpolitische Sprecherin für SÖS-LINKE-PluS

Im Gemeinderat möchte ich mich weiterhin im Kulturbereich, meinem bisherigen Schwerpunkt, einsetzen. Bei Kunst- und Kulturschaffenden zeigen sich wirtschaftliche Ausbeutung und soziale Ungerechtigkeit besonders deutlich, weshalb mir die Beseitigung der strukturellen Unterfinanzierung, gerade in kleineren Kultureinrichtungen, am Herzen liegt.

Einen zweiten Schwerpunkt möchte ich auf dem Gebiet Ökologie und Nachhaltigkeit in der Stadt setzen. Mögliche Projekte: Plastikvermeidung vor Ort, Initiativen gegen das Insektensterben.

Ein Fernziel: Entwicklung eines Almanachs über alle ökologischen Einrichtungen und Initiativen in Stuttgart.


03 Luigi Pantisano

West, Stadtrat
Stadtplaner (Dipl.-Ing.) und Antirassist

Als Sohn italienischer Eltern bin ich 1979 in Waiblingen geboren. Ich bin verheiratet und lebe mit meiner Frau und unseren beiden Kindern im Stuttgarter Westen. Über den zweiten Bildungsweg habe ich Architektur und Stadtplanung studiert. Seit 2016 sitze ich als Stadtrat für SÖS im Gemeinderat. Mir ist es wichtig städtebauliche und soziale Projekte gemeinsam mit Bürger*innen zu planen und umzusetzen. Die Entwicklung unserer Stadt dürfen wir nicht Investoren überlassen. Stuttgart muss ausreichend bezahlbaren Wohnraum für Menschen schaffen und Freiräume für die Natur erhalten. Mein Engagement gilt der Gestaltung einer solidarischen Stadt, in der sich Vielfalt frei entfalten kann und Rassismus keine Chance hat. Wir sind alle Stuttgarter*innen – unabhängig von Herkunft, sexueller Identität und sozialem Status.


04 Andrea Schmidt

West, politische Aktivistin
Freifahren Stuttgart (kostenloser ÖPNV)

Fahrkartenautomaten ab ins Museum!
Mit der Kampagne „Freifahren Stuttgart“ kämpfe ich für kostenlosen Öffentlichen Nahverkehr. Kostenloser ÖPNV ist ein wirksamer Beitrag für mehr Klimagerechtigkeit und gegen soziale Ausgrenzung. Mobilität wie auch Wohnen ist ein Grundbedürfnis und keine Ware: Ende Gelände für den hochsubventionierten motorisierten Individualverkehr.

Platz da! für alle

  • mit der Zurückeroberung öffentlicher Räume statt grotesker Autofixierung
  • mit bedingungslosem Grundeinkommen statt sozialer Ungerechtigkeit
  • mit Bildung statt Wissensreproduktion

Raus auf die Straße und rein ins Rathaus: Lasst uns gemeinsam streiten und kämpfen – für eine gerechte und gesunde Stadt.


05 Claudia Kowol

Weilimdorf, Bezirksbeirätin
Flüchtlingskreis Weilimdorf

Ich bin Stuttgarterin und wohne seit 25 Jahren mit meinem Mann in Weilimdorf. Ich arbeite als kaufmännische Angestellte und da meine zwei erwachsenen Kinder ausgezogen sind, habe ich die Zeit, mich als stellvertretende Bezirksbeirätin in Weilimdorf einzusetzen. 3 Jahre lang habe ich mich regelmäßig an den Protesten gegen S 21 beteiligt. Seit 2015 engagiere ich mich für die Integration der Geflüchteten, die in Weilimdorf untergebracht sind. Die meisten Menschen sind auf einem guten Weg und bereits ins Arbeitsleben integriert. Der nächste Schritt muss sein, Frauen- und Kinderrechte zu vermitteln, zu stärken und durchsetzen. Wir müssen das Demokratieverständnis wecken und sie durch bezahlbaren Wohnraum in unsere Gesellschaft integrieren. Darüber hinaus muss natürlich jeder Bürger in Stuttgart die Möglichkeit haben, bezahlbaren Wohnraum zu erlangen. Außerdem bin ich über ein Onlineportal zur Rettung von Lebensmitteln angemeldet. Diese hole ich regelmäßig ab und verteile sie, um mit diesem kleinen Schritt der tonnenweisen Vernichtung von Lebensmitteln entgegenzuwirken.


06 Paul Russmann

West, Bezirksbeirat

Unsere Stadt braucht frische Luft ohne Feinstaub. Weniger Autos, Tempo 30,  sichere Fuß- und Radwege machen Fahrverbote überflüssig. Der Verkehr wird flüssiger, wenn alle rund um die Uhr mit einem Null-Euro-Ticket den ausgebauten VVS nutzen können.

Es fehlen bezahlbare Wohnungen. Ich möchte, dass die Stadt Leerstände und Zweckentfremdung wirksam bekämpft. Kostenfreie Kitas machen Stuttgart kinderfreundlicher.  Breitband in kommunaler Hand garantiert schnelles Internet für Alle.

Mit meiner Familie lebe ich im Stuttgarter Westen, Dort singe ich im Chor und engagiere mich im Bezirksbeirat. Statt auf rechte Hetze setze ich auf ein friedliches Miteinander. Mein Ziel ist eine lebenswerte Stadt für uns Alle.  Ist das auch ihr Ziel?

Schenken Sie mir am 26. Mai Ihr Vertrauen! Ich bin für Sie ansprechbar:

unter 0711-2367567 oder per e-mail: paul.russmann [at] online [dot] de


07 Theresa Pollinger

Vaihingen, Wissenschaftliche Mitarbeiterin (M.Sc.)

Erst letztes Jahr bin ich hier hergezogen, um an der Uni Stuttgart an Algorithmen für Plasmaphysik auf Supercomputern zu forschen. Und ich fühle mich schon richtig wohl hier. Wahrscheinlich bin ich die einzige sechsundzwanzigjährige Ingenieurin, die kein Smartphone besitzt – das macht mein Leben manchmal komplizierter, aber meistens entspannter. Außerdem bin ich effektive Altruistin. Als „Neigschmeckte“ bemerke ich in Stuttgart so einiges an Wahnsinn: die Mieten, die Mobilität, der kommerzialisierte und sonst trockene öffentliche Raum. – Aber zum Glück muss ich den Wahnsinn nicht nur aushalten, denn ich kann etwas daran ändern. Deswegen engagiere ich mich für aktive Fortbewegung (Fuß & Rad), und für eine gleichberechtigte Gesellschaft in jeder Hinsicht.

Schreiben Sie mir unter theresa.pollinger [at] sags-per-mail [dot] de oder twittern sie @freifrauvonble1.


08 Martin Poguntke

Riedenberg, Pfarrer, Diplompädagoge
begeisterter Religionslehrer am Gymnasium
aktiv bei TheologInnen gegen S21,
Aktionsbündnis gegen S21

Seit ich entdeckt habe, welch umfangreiche Zerstörung das Projekt S21 anrichtet, bin ich in Stuttgart kommunalpolitisch aktiv. Als Mitbegründer der „TheologInnen gegen S21“ und seit einigen Jahren Mitglied im „Aktionsbündnis gegen S21“ versuche ich meinen Beitrag dazu zu leisten, dass unsere Bahn-Infrastruktur nicht zerschlagen, sondern ausgebaut wird – am besten durch das Konzept „Umstieg 21“.
Nur mit einem hoch attraktiven und leistungsfähigen ÖPNV können wir den Verkehr in Stuttgart bewältigen. Dazu muss auch Verkehrsvermeidung kommen, also z.B. keine Ballung von Kaufhäusern und Betrieben im Zentrum, sondern vielfältige Einkaufs- und Erwerbsmöglichkeiten in allen Stadtteilen.

Meine Themen: Verkehr, Wohnen, Nachhaltigkeit.


09 Monika Kneer

Ost, stv. Bezirksbeirätin
Pflegepädagogin, Aktiv beim Bündnis „Walk of Care“

Über die Hälfte meines 50-Jährigen Lebens wohne ich in Stuttgart und arbeite als Lehrerin in der Pflegeausbildung am Pflege-Bildungszentrum an der Filderklinik.
Ich bin aktiv für menschenwürdige Pflege beim Bündnis „Walk of Care“ und vertrete SÖS im Bezirksbeirat Stuttgart-Ost. An SÖS begeistern mich das vielfältige Engagement der SÖSler*innen, die Grundsätze, an denen sich alle Entscheidungen orientieren sowie die Träume und Visionen für eine lebenswerte, bunte und solidarische Stadt. Im Gemeinderat möchte ich mich für das Gesundheitswesen, insbesondere für die Gesundheits- und Sozialberufe einsetzen. Pflege, Gesundheit und Soziales sind die größten gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft. Stuttgart braucht endlich mehr Pflegekompetenz im Gemeinderat.


10 Gerhard Wollnitz

West
Gestalter für Produkte, Innenarchitektur und Außenwelten,
Gründungsmitglied Stuttgart Charity Society (Stuttgart Tweedrun)

Nach dem Abitur kam ich 1989 anlässlich des Zivildienstes nach Stuttgart. Nach zwei Jahren Altenpflege wurde ich früh Familienvater und zunächst Hausmann. Über die Auseinandersetzung mit Kind, Wohnen und Stadtraum wurde ich selbständig berufstätig im Bereich Produktdesign und Innenarchitektur. Später kamen Projekte in Landschaft und Stadt hinzu. „Das kleine Parkraumwunder“ gewann 2016 in Hamburg einen „Social Design Award“ von Spiegel-Wissen. Seither berate ich auch Bürgerinitiativen und Städte bezüglich menschengerechter Stadtentwicklung und -gestaltung.

Laut StVO gehören Fahrräder und Autos generell nicht auf den Gehweg! Fußgänger, Radfahrer, Senioren und Kinder brauchen sichere Wege, Straßen und Plätze. Stadtgestaltung und Städtebau muss auch in Stuttgart auf das Erreichen der Klimaziele ausgerichtet sein! Naherholung vermindert Fernreisen. Daher gehört auch der Neckar für uns Bürger reaktiviert. Dafür werde ich mich nach Kräften einsetzen!



11 Sibylle Wais

Ost, Bezirksbeirätin
Verwaltung bei der KONTEXT:Wochenzeitung, diverse lesbisch-feministische Projekte

Stuttgart ist im Winter Feinstaub- und im Sommer Hitzegeplagt, trotzdem wird jede Baumpflanzung bekämpft, wenn dafür ein Auto-Parkplatz weichen muss. Ebenso schwierig ist es Fahrradwege einzurichten oder gar Straßen auf Tempo 30 zu beruhigen. Wie wollen wir dem Klimawandel begegnen, wenn wir nicht jetzt damit anfangen die Weichen zu stellen?

Die Stadt ermöglicht Investoren allzu leicht aus Wohnraum Profit zu machen und verschenkt ihre Möglichkeiten, die sie als Eigenentwicklerin hätte. Aus diesem Grund stimme ich im Bezirksbeirat konsequent gegen jeden Verkauf städtischen Grunds.

Sämtliche Privatisierungstendenzen (aktuell die geplanten Einschränkungen bei den öffentlichen Bädern oder im Breitbandausbau) verurteile ich zutiefst. Stuttgart hat nur in kommunaler Hand Chancen auf eine Zukunft.


12 Jürgen Klaffke

Nord, Bezirksbeirat
Unternehmer (Beratung Altenpflege), Mitglied kammerkritische Kaktus-Initiative (IHK Stuttgart Vollversammlung), Mitglied bei den Naturfreunden und immer engagiert, wenn es gilt, unsere ökologischen und sozialen Interessen gegen Konzerne und deren Vertreter in der Politik durchzusetzen.

Seit über 30 Jahren lebe ich in Stuttgart und sehe, wie eine reiche Stadt sich Stück für Stück von ihren Bürger*innen verabschiedet. Sei es die Zerstörung durch S21, eine nicht mehr nachzuvollziehende Wohnungspolitik zugunsten einer außer Kontrolle geratenen Immobilienwirtschaft, eine gesundheitsgefährdende Verkehrspolitik und so fort. Ich sehe die vielen Menschen und Initiativen, die eine andere Kommunalpolitik wollen. Eine Politik, die sich an unseren Bedürfnissen orientiert, die lebenswerte Quartiere will mit Nahversorgung, sozialen Kontaktmöglichleiten für Jung und Alt, mit bezahlbaren Wohnraum und guter Anbindung durch einen kostenlosen ÖPNV. Das ist mein politisches Ziel. Gestalten wir unsere Zukunft statt sie nur zu verwalten. Lebenswerte Quartiere für uns alle gemeinsam!


13 Martina Ueberschaar

Plieningen, Einzelhändlerin, Mitglied kammerkritische Kaktus-Initiative (IHK Stuttgart Vollversammlung/Handelsausschuss)

Mein Mann (Italiener) und ich betreiben ein kleines Einzelhandelsgeschäft. Wir arbeiten und leben sehr gerne in Stuttgart, genießen die Vielfalt und Buntheit unserer Stadt. Mein Interesse gilt einer lebenswerten, vielseitigen und nicht in erster Linie von Konzernen, Kommerz und Investoren bestimmten Stadt für alle Bürger. Dafür setze ich mich schon lange auch in der IHK Vollversammlung und im Handelsausschuss entgegen vieler anderer Meinungen ein.
Dazu braucht Stuttgart insgesamt, aber ganz besonders die Stadtteile, eine gute Infrastruktur. Die Menschen müssen sich vor Ort sich mit allem nötigen versorgen können. Dazu gehören auch viele kleine Gewerbe, Handel und Dienstleister, sowie Schulen, Kindergärten, soziale Dienste und medizinische Versorgung – alles mit kurzen Wegen erreichbar. Aber es ist auch wichtig, dass die Menschen sich im öffentlichen Raum, ohne konsumieren zu müssen, aufhalten können, in Gebäuden oder auf ausreichend Grünflächen. Das alles sehe ich als eine Aufgabe der Stadt, dafür müssen die Voraussetzungen geschaffen werden.
Mir ist wichtig, dass statt einem beständigen „Schneller-Weiter-Höher“ vor allem nachhaltiges Wirtschaften einen Platz in Stuttgart findet. Das erhöht die Lebensqualität von allen, dazu müssen die richtigen Weichen gestellt werden.


14 Manfred Riesle

Sillenbuch, Bezirksbeirat, Inhaber DEKO PLUS, Dekorationen und Messebau

Aktiver der Lokalen Agenda Sillenbuch
Arbeitskreis erneuerbare Energie
im Vorstand „Verein zur Förderung kommunaler Stadtwerke e.V.“
Mitglied im Bürgerverein Riedenberg-Sillenbuch
Mitorganisator des Rosenmontagsumzug für Kinder
aktiv in der Jugendarbeit
Unternehmer gegen Stuttgart 21
Gründungsmitglied „Schwabenstreich 70619 Sillenbuch“

Ich kämpfe für mehr Lebensqualität für Menschen mit Behinderungen, für Umstieg 21 und gegen Stuttgart 21, für einen besseren öffentlichen Personen Nahverkehr und das 365.00 € Jahresticket für U Bahnen und Busse, für die „Echte Energiewende“ ohne Kohle und Atomstrom, für Lärmschutz und bessere Luft, für Tempo 30 im Stadtbezirk, für Nahversorgung im Stadtbezirk sowie die Integration von älteren Menschen.


15 Irene Kamm

Sillenbuch, stv. Bezirksbeirätin, Krankenschwester, Schwabenstreich 70619 (für den Kopfbahnhof), Foodsharing

Seit 2010 im Widerstand gegen S21 und beim “Schwabenstreich 70619” im Einsatz für eine dem Gemeinwohl dienende, zukunftsfähige Bahn. Aktiv bei foodsharing gegen Lebensmittelverschwendung im Kampf für die nachhaltige Stadt. Mitbegründerin des „Vereins zur Förderung von Mehr Bürgerbeteiligung”, der sich für Transparenz und verbindliche Bürger*innenbeteiligung bei politischen und Verwaltungsentscheidungen und ein echtes Bürgerbudget einsetzt.

Weitere Themen: günstigen Wohnraum erhalten und „heuschreckenfrei“ schaffen durch städtischen Wohnbau, kostenloser ÖPNV, Rad- und Fußverkehr fördern, lebendiger Stadtbezirk für alle dort wohnenden Menschen.


16 Peter Pipiorke

Cannstatt, Bezirksbeirat, Elektrotechniker

Seit Jahren bin ich per Rad in Stuttgart unterwegs, um Stuttgart von seiner schönen Seite zu erradeln. Meine Vorträge und Führungen zu Fuß und per Rad (Jugendstil, Mineralwasser, Travertin…) haben meinen Blick auf Stuttgart erweitert. Deshalb setze ich mich als Vorsitzender der Naturfreunde Radgruppe Stuttgart für die Verbesserung des Radverkehrs ein. Die Vision der autogerechten Stadt ist gescheitert. Um Stuttgart lebenswerter zu gestalten, bedarf es einer Neuverteilung der Flächen, die vom Moloch Auto beansprucht werden. Zu Gunsten des ÖPNV, aber insbesondere auch zu Gunsten der Fußgänger und Radfahrer, müssen die Weichen der Verkehrspolitik in dieser Stadt grundsätzlich neu gestellt werden. Dafür setze ich mich als SÖS-Bezirksbeirat ein und arbeite auch seit Jahren in Initiativen wie laufd nai, Fuß e. V., Radforum mit. Stuttgart braucht endlich durchgehende und sichere Radwege auf der Straße, die zu Fuß Gehende nicht behindern. Die Pläne dafür liegen seit Jahren in der Schublade und müssen endlich umgesetzt werden.


17 Dr. Carola Eckstein

Nord, Mathematikerin
46 Jahre, verheiratet, Mutter, Ingenieurin bei Bosch, evangelisch – und engagiert gegen das Tunnelprojekt Stuttgart 21.

Ich setze mich ein für Umstieg 21,
… um Platz zu machen für Alternativen zum Stau, für frische Luft und frischen Wind,
… um Freiräume zu schaffen für die Menschen in der Stadt,
… damit Wohnungsbau nicht nur in Wolkenkuckucksheim am Rosenstein stattfindet,
… damit es finanziellen Spielraum gibt für gute Bezahlung und Investitionen in Kitas,
… damit S-Bahnen zuverlässig fahren und sich auch die jüngsten Radler und ältesten Spaziergänger sicher bewegen können,
… damit Stuttgart einen ernsthaften Beitrag zum Klimaschutz leistet, statt sich mit viel Beton die Zukunft zu verbauen,
… für technische Lösungen, auf die wir stolz sein können.


18 Dominik Dörr

Cannstatt, Erzieher

Das Thema Bildung liegt mir schon aufgrund meines Berufs sehr am Herzen, sehe ich mich doch täglich bei meiner Tätigkeit an einer Ganztagsschule damit konfrontiert. Soziale Gerechtigkeit, etwa in Form von bezahlbarem Wohnraum ist ein wichtiger Eckpfeiler einer gut funktionierenden Gesellschaft. Ebenso als relevant erachte ich den öffentlichen Raum, in dem sich Menschen gerne aufhalten und bewegen. Hierfür benötigen wir einen kostenfreien, gut getakteten ÖPNV ebenso, wie gut ausgebaute Fahrradwege. Stuttgart 21 sehe ich als eine der größten Fehlentscheidungen der Verkehrspolitik der letzten Jahre, diese gehört umgehend korrigiert.


19 Doris Hensinger

West, stv. Bezirksbeirätin

Nicht nur als pensionierte Lehrerin mache ich mir Sorgen um die Kinder und Jugendlichen, die viel zu früh mit digitalen Medien von der realen Welt abgelenkt sind und Gefahr laufen, süchtig und manipulierbar zu werden. Erst ab der 7./8. Klasse sollten die SchülerInnen altersgerecht und medienkritisch zur Medienmündigkeit erzogen werden. Sie sollen die Medien beherrschen lernen und nicht von ihnen beherrscht werden! Als Mitglied der Bürgerinitiative Mobilfunk Stuttgart setze mich für die Aufklärung über die gesundheitlichen und psycho-sozialen Risiken ein, für eine Reduzierung der Strahlenbelastung, z.B. für eine Trennung von Innen- und Außenversorgung und fordere vorsorgenden Gesundheitsschutz statt verantwortungsloser Verharmlosung und Ausbau des 5G Netzes.


20 Gerhard Wick

Vaihingen, Bezirksbeirat, Lehrer, Sozialarbeiter, Verleger.

Seit 40 Jahren Bezirksbeirat in Vaihingen. Parteifrei.
Aktiv in Einwohner-Initiativen: ISA, IgFOB, Vk21, VÖS. Vorstandsmitglied Mieterverein Stuttgart.
Herausgeber VorOrt – Zeitung für das andere Vaihingen.

Fortschritt ist für mich kein Wert an sich. Ich frage wohin „fortgeschritten“ wird. Mit unserem profit- und konsumorientierten, auf stetiges Wachstum ausgerichteten Wirtschaftssystem eher in Richtung Abgrund. Die Produktion von immer mehr Konsumgütern, auch mit „grüner“ Technik (Elektroautos), und immer weitere Bauvorhaben (Eiermann-Campus, Allianz) bremsen den Klimawandel nicht, sie beschleunigen ihn. Wir brauchen nicht immer mehr. Es ist genug für alle da, nur nicht gleich verteilt.

Mein Ziel ist eine Politik mit und durch die EinwohnerInnen selbst. Deshalb mache ich keine Wahlversprechen, sondern freue mich darauf, mit Ihnen gemeinsam daran mitzuwirken, unseren Stadtbezirk demokratischer und sozialer, klimaneutral und ressourcenschonend, gesünder und bezahlbarer und damit auch lebenswerter zu gestalten.
VaihingerInnen müssen über Vaihinger Belange selbst beraten und entscheiden können. Parteien und Parteipolitiker braucht es dafür nicht.

„Ihr versteht, ich meine // Dass wir keine andern Herren brauchen, sondern keine.“ Bertolt Brecht

Email: g-wick [at] arcor [dot] de


21 Rita Krattenmacher

Mitte, Bezirksbeirätin
Klassenlehrerin an einer Sonderschule, Aktion Schützenplatz

Seit über 20 Jahren bin ich in Stuttgart Alltagsradlerin und habe mit dem Rad auch die Einkäufe für unsere vierköpfige Familie erledigt. Inzwischen erledige ich mehr und mehr zu Fuß und erlebe, wie viel (noch) mehr ich mit Nachbarn und Fremden auf der Straße ins Gespräch komme, wie viel mehr „Stadt“ für mich als Fußgängerin sichtbar wird .
Dass der Raum für Gehende, Plaudernde, Herumstehende und Radelnde mehr Öffentlichkeit bekommt ist mir – auch im Hinblick auf die Vereinsamung dieser Gesellschaft – wichtig.
Bäume statt Parkplätze, Eckläden statt Supermärkte, lokaler biologischer Anbau von Lebensmitteln statt Tierfabriken, Besteuerung von CO2………,
Sehr wohl weiß ich, dass der Gemeinderat in vielem der Gesetzgebung von EU, Bund und Land unterworfen ist, ich weiß jedoch auch, dass der Gemeinderat richtungsweisende Entscheidungen für oder gegen eine nachhaltige, klimaneutrale Stadt fällen kann. Es ist einzig eine Frage der Prioritätensetzung.
Sie erreichen mich über rita.krattenmacher [at] gmx [dot] net.


22 Peter Erben

Mitte, Handwerksmeister, Bürgerinitiative Neckartor https://bineckartor.wordpress.com/ und bei FUSS e.V. Stuttgart www.stuttgart-zu-fuss.de

Zivilgesellschaftliches Engagement ist für mich eine Herzensangelegenheit. Die Stadt, in der ich wohne, soll eine Stadt sein, in der die Menschen ein gutes Leben haben. Die Vorstellungen darüber, was zu einem guten Leben alles gehört, sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Ein friedliches Miteinander kann nur gelingen, wenn das eigene Handeln von Respekt, Toleranz und Rücksichtnahme getragen wird. Gerade in der Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raumes zeigt sich, wie gut oder wie schlecht die Voraussetzungen für eine gesunde gesellschaftliche Balance sind. Unsere Stadt hat in Sachen Mobilität, Aufenthaltsqualität und Klimaschutz einen ungeheuren Nachholbedarf. Die autogerechte Stadt steht der menschengerechten Stadt im Weg. Für das Erreichen einer echten Verkehrswende möchte ich mich weithin mit Leidenschaft und aller Kraft einsetzen.


23 Eva Haag

Vaihingen, VÖS

Als Diplom-Bauingenieurin, jetzt im Ruhestand, setze ich mich seit Jahren für den Erhalt des Kopfbahnhofes in Stuttgart ein. Durch diese Aktivitäten habe ich mich mit vielen weiteren Themen die Lebensqualität in unserer Stadt betreffend auseinandergesetzt. Besonders wichtig sind mir

– der Ausbau der Radwege

– ein besserer und günstigerer ÖPNV, der Erhalt der Panoramabahn und der Ausbau zum Regionalbahnhalt des Bahnhofes S-Vaihingen

– keine weiteren Überbauungen von ausgewiesenen Frischluftschneisen (z.B. geplanter Allianzneubau) sowie keine Abholzung von Wäldern (z.B. Eiermann-Campus oder Rohrer Kurve)

– mehr sozialer Wohnungsbau, Kauf von Häusern und Grundstücken durch die Stadt und Bau von Sozialwohnungen, Bekämpfung von Leerstand und Zweckentfremdung

Zudem engagiere ich mich in sozialen Diensten wie Vesperkirche, interreligiöser Dialog, Kirchengemeinderat, Seniorenkreise usw.


24 Mark Pollmann

Ost, Diplom-Geograf, Systemischer Berater

Wohnhaft mit meinem Partner in Stuttgart Ost, kam ich 2013 über den Widerstand gegen das Projekt Stuttgart 21 zu SÖS. Ich unterstütze verschiedene Bürgerinitiativen und engagiere mich im „SÖS-Treff. für Politik und Kultur“ sowie bei der Sanitätsgruppe Südwest in der „Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV)“. Leitbild für mich ist die Vision einer vielfältigen, solidarischen, sozialen und ökologischen Gesellschaft: die auf Grundlage von Menschenrechten, Menschenwürde und Transparenz in den Institutionen Ressourcen schonende Wirtschafts- und Lebensweise anstrebt, in der jeder Mensch unabhängig von sexueller Orientierung, sozialer, kultureller oder religiöser Herkunft willkommen ist, bezahlbaren Wohnraum findet sowie selbstbestimmt und würdig leben darf.


25 Gabriele Glassmann

Gabriele Glaßmann, Vaihingen, stv. Bezirksbeirätin, Rentnerin, Bürgerinitiative VÖS


26 Günther Klein

Feuerbach, Elektrotechnischer Assistent


27 Barbara Weber

Wangen, stv. Bezirksbeirätin, Netzwerke 21, Aktionsbündnis gegen S 21


28 Peter Karcher

Süd, Betriebsrat IG Metall


29 Hanne Bogun

West, Rentnerin, früher Technische Zeichnerin / Haustechnik, Umwelt allgemein und Mobilfunkstrahlung

Interessen und Stadt-Themen wie BI Mobilfunk, Strahlung, 5G und Smart City und deren Gefahren, MW  / S21, aber auch überregionale Themen wie Atomkraft, erneuerbare Energien und Umweltfragen.


30 Waldemar Grytz

Botnang, Dipl. Ing. Medientechnik (FH)

Als Gründungsmitglied von „Parteilos glücklich“/SÖS habe ich den Widerstand gegen das dümmste Bahnprojekt aller Zeiten von Anfang an unterstützt und bin Mitglied im Rechtshilferat des „Rechtshilfefond Kritisches Stuttgart“.

Als stv. Landesvorsitzender der Naturfreunde Württemberg setze ich mich für soziale und ökologische Gerechtigkeit ein – eines bedingt das andere! Wo neue nationalistische, völkische und anti-semitische Kräfte versuchen die Gesellschaft zu spalten, Militärausgaben zu Lasten von Bildung, internationaler Solidarität und Klimaschutz erhöht werden, gilt es weiterhin „sich gegen den Strom zu stellen, wenn dieser sich wieder einmal ein falsches Bett zu graben sucht“ (Willy Brandt).


31 Sabine Schmidt

Sabine Schmidt, Süd, Heilpraktikerin (Psychotherapie), Radentscheid

Viele Jahre habe ich mich intensiv im Widerstand gegen Stuttgart 21 engagiert davon 5 Jahre lang die Mahnwache mit einem großartigen Team zusammen aufgebaut und organisiert. Bei SÖS stehe ich das 4. Mal auf der Liste, weil ich es weiterhin sehr wichtig finde ein parteifreies Bündnis in Stuttgart zu haben und voll hinter den Zielen stehe die SÖS vertritt. Ich kaufe seit 25 Jahren im Bioladen ein und besitze kein Auto. Das letzte Jahr habe ich vor allen Dingen den Radentscheid mit organisiert und Unterschriften gesammelt. Gerne setze ich mich weiterhin für ein lebenswertes Stuttgart ein, dazu gehört für mich unter anderem, dass die Luft in Stuttgart unbedingt besser werden muss, damit wir gesund leben können in unserer Stadt. Also besserer ÖPNV und sicherere Radwege sind wünschenswert.


32 Gerd Hütter

Plieningen, Bezirksbeirat, Gewerkschaftssekretär verdi i.R.

Seit 1976 lebe ich in Stuttgart, komme aus Frankfurt/Main, und habe die letzten Berufsjahre in Berlin verbracht. In meiner Stuttgarter Zeit habe ich mich kommunalpolitisch engagiert unter anderem in den Bezirksbeiräten in Degerloch und Plieningen. Gegen Großprojekte wie die Filderquerstraße (Verbindung Neckartal-Degerloch), die 2. Startbahn am Flughafen etc. war ich in Bürgerinitiativen aktiv. Für eine lebenswerte Umwelt für die Bevölkerung im Filderraum gilt es das Wirtschaftswachstum mit: Flughafen, Messe, S 21, Airport-City zu begrenzen. Vorrang haben: Landschaftsschutz, Landwirtschaft, bezahlbares Wohnen und ein leistungsfähiger ÖPNV im Filderraum. Deswegen engagiere ich mich auch in der Schutzgemeinschaft Filder.


33 Karin Puschner

Degerloch, Bezirksbeirätin


34 Peter Selig Eder

Wangen, Bezirksbeirat, Vorstandsmitglied im Welthaus Stuttgart e.V.

„Global denken – lokal handeln“, ist das Motto des Bündnisses für Nachhaltigkeit „Ein Stuttgart – Eine Welt“ unter Federführung des Welthaus Stuttgart. Dem fühle ich mich nicht nur als ehrenamtlicher Vorstand im Welthaus sondern auch als Bezirksbeirat in Wangen verpflichtet.

Privat verzichte ich seit Jahren auf das eigene Auto und nutze neben dem Fahrrad Stadtmobil. Entsprechend setze ich mich im BBR für eine Verkehrswende zum Schutz unseres Klimas ein. Und mit dem Welthaus versuche ich die Auswirkungen unserer Wirtschafts- und Lebensweise für den Globalen Süden ins Bewusstsein zu heben.


35 Kerstin Krohn

Stammheim, Informatikerin, Bezirksbeirätin

Seit 1992 lebe ich im Großraum Stuttgart, 23 Jahre in Stammheim. Ich arbeite bei einer IT Consulting Firma.

Nachdem ich mich während der Erziehung meiner Tochter im „kleinen“ im Elternbeirat in Kindergarten und Schule für die Belange der Kinder und Eltern eingesetzt habe, stieß ich vor reichlich 5 Jahren zu SÖS. Mich hat sehr beeindruckt, wie sich Hannes Rockenbauch und Gangolf Stocker für ein lebenswertes Stuttgart einsetzten. Kennengelernt hatte ich sie im Widerstand gegen Stuttgart 21. Ich unterstützte den Wahlkampf von SÖS 2015 und erklärte mich danach bereit im Bezirksbeirat Stammheim mitzuwirken.

Die Kommunalpolitik ist für mich die Möglichkeit mich an der Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens in Stuttgart zu beteiligen. Hier orientiere ich mich an den drei Grundsätzen von SÖS: dem Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, gelebter Demokratie und der solidarischen und sozialen Gesellschaft.

Nachdem ich nun 5 Jahre im Bezirksbeirat Stuttgart mitgearbeitet habe, möchte ich, dass SÖS dort weiterhin vertreten ist. Es ist wichtig, dass dieser Platz besetzt bleibt, damit auch unsere Stimme gehört wird.


36 Roland Saur

Feuerbach, Bezirksbeirat, Gegen Ausgrenzung und Ausländerfeindlichkeit

Ich setze mich für ein lebenswertes Umfeld für alle Einwohner in Stuttgart ein. Das heißt gebührenfreie Kindertagesstätten, gute Schulen, Bildung für alle vom 1. Lebensjahr an unabhängig vom Geldbeutel. Ausbau der Kindertagesstätten, bessere Bezahlung der ErzieherInnen.
Die Innenstadt muss autofrei werden, wir brauchen ein funktionierendes Fahrradnetz, Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs, Stopp der Baumaßnahmen zu Stuttgart21, stattdessen Umkehr 21. Ausbau des sozial geförderten Wohnungsbaus, sofortiger Stopp des Verkaufs von kommunalem Grund und Boden. Den Leerstand konsequent beseitigen, Hausbesetzungen nicht durch Räumung bekämpfen, sondern Zwischennutzungen anbieten.


37 Mechthild Scheinpflug

Nord

Als freischaffende Kostümbildnerin lebe ich, mit kleineren Unterbrechungen, seit meiner Kindheit in Stuttgart. Durch mein Engagement für den Widerstand gegen Stuttgart 21 bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass es nicht nur wichtig ist auf die Straße zu gehen, sondern auch in den politischen Gremien vertreten zu sein. Da SÖS mit ihrer Politik und der engen Vernetzung mit den verschiedenen Bürgerbewegungen wirklich Politik mit und für die Menschen dieser Stadt macht, freue ich mich sie unterstützen zu können.


38 Reinhard König

Rohr, stv. Bezirksbeirat, Aktionsbündnis K 21, Einwohnerinitiative Vaihingen ökologisch sozial, Museumsbahnverein GES, critical mass (Radfahren im Straßenverkehr)

Ich bin 60 Jahre alt und lebe seit dem Studium in Vaihingen und Rohr. Nach der Forschung arbeitete ich als Dipl.-Ing. beim Autozulieferer SMR und bin seit 2014 beim Personenbündnis SÖS dabei, das den Einfluss von Bürgerinitiativen in Stuttgart stärkt. Beginnend mit dem Protest gegen das falsche Bahnprojekt setze ich mich schon seit 2011 im Bündnis Filderbahnhof Vaihingen für den Vaihinger Regionalbahnhalt ein und für die Nutzung der Panoramabahn. Der ÖPNV sollte so benutzerfreundlich funktionieren wie in der Schweiz. Ein weiterer Focus ist der Radverkehr oder die Umsetzung der wirklichen Verkehrswende vom Auto zu Bahn und Fahrrad. Als Ziel gilt für mich, Vorhandenes sinnvoll zu nutzen und möglichst wenig Neues zu bauen. Das gilt auch für den Wohnungsbau und ganz besonders für den Sportplatz der Allianz in Vaihingen.


39 Ingrid Lepple

Hedelfingen


40 Kai Ruoff

Cannstatt, stv. Bezirksbeirat, Steuerberater

Vergesst nicht, dass diejenigen Menschen euch am besten dienen werden,
die ihr aus eurer eigenen Mitte wählen werdet,
die das gleiche Leben wie ihr führen,
und die die gleichen Leiden ertragen, wie ihr…
Hütet euch vor Leuten die zu viel reden,
und vermeidet vom Schicksal Begünstigte,
denn selten nur will derjenige, der ein Vermögen besitzt,
im Arbeitenden seinen Bruder sehen.
Wählt eher diejenigen, die sich um eure Stimme nicht bewerben.
Der wahre Verdienst ist bescheiden,
und es ist die Sache der Wähler, ihre Kandidaten zu kennen
und nicht der Kandidaten, sich erst vorzustellen.

aus dem Wahlaufruf des Zentralkomitees der Nationalgarde zur Pariser Kommune-Wahl 25.03.1871


41 Yvonne Zotter

Stammheim, Kinderkrankenschwester

Ich bin 52 Jahre alt und habe 3 Kinder im Erwachsenen- und Jugendalter. Seit über 25 Jahren arbeite ich in der Stuttgarter Kinderklinik im Olgahospital, in verschiedenen Bereichen in der Pflege. Einige Jahre war ich im Bezirksbeirat im Bezirk Stammheim tätig. Ich wünsche mir, dass in Stuttgart alle Generationen, verschiedenen Kulturen glücklich zusammenleben und jeder Bürger in jeder Lebenssituation, die Beachtung seiner Bedürfnisse in seiner Stadt findet. Schon immer ist mir ein respektvoller Umgang unserer Natur ein großes Anliegen. Themen wie Pflege, Soziales, Umwelt, Alt und Jung liegen mir sehr am Herzen und diese elementaren Grundsätze finde ich bei Stuttgart ökologisch sozial wieder.



42 Peer Vlatten

Degerloch
Medizinstudent, Rettungsassistent (Demosanitäter)

Als Vorstand der Demosanitäter – Sanitätsgruppe Süd-West e.V. und aktives Mitglied im Roten Kreuz ist es mir eine Freude mich für andere Menschen zu engagieren. Aus Überzeugung Gewerkschaftsmitglied, glaube ich, dass wirkliche Bewegung nur von der Basis ausgehen kann. Meine Kandidatur für SÖS ist meine Unterstützung für einen Wandel in Stuttgart. Stuttgart soll eine Stadt werden, in der jedeR unabhängig seiner/ihrer individuellen Besonderheiten und finanziellen Möglichkeiten einen Platz hat. Gesellschaftliche Beteiligung darf nicht am Geld fürs ÖPNV-Ticket oder der Miete scheitern! Lasst uns gemeinsam Stuttgart ökologisch und sozial machen!




43 Claudia Franzin

Mitte, Erzieherin, Sozialpädagogin
Freie Fahrt für Stuttgarter Schülergruppen https://stuttgarterschulergruppen.jimdo.com/

Auf dem 43. Listenplatz ist Claudia Franzin aus Stuttgart Mitte. Sie ist Erzieherin und Sozialpädagogin und hat hier ihren Schwerpunkt in der politischen Beteiligung von Kindern und Jugendlichen.
Sie ist besonders bei „Freie Fahrt für Stuttgarter Schülergruppen“ aktiv und kann aber auf einige Erfolge der Kinder und Jugendlichen zurückblicken, die sie begleitet hat. So zum Beispiel hat sie in Bad Cannstatt mit Schülern eine Spielstraße erstritten. Deswegen möchte sie eine Stadt in der Kinder und Jugendliche im öffentlichen Raum wieder Platz haben. Hierzu zählen auch sichere Wege für Kinder, besonders auf dem Weg zur Schule. So müssen diese für Schüler auf dem Fahrrad sicherer werden.
Nicht nur Schülergruppen sollen in den Genuss mit den öffentlichen Verkehrsmitteln frei fahren können, sondern ihr liegt dies für alle am Herzen. Denn sie sieht damit einen Baustein zur Verkehrswende. Selbst hat sie seit 30 Jahren kein Auto mehr und nutzt das Fahrrad. Hier bemerkt sie immer wieder, dass die Möglichkeiten zur Mitnahme von Fahrrädern beschränkt sind und neue Konzepte her müssen. Durch die Attraktivität des ÖPNVs und des Radelns kann ihr Wunsch der autofreien Innenstadt verwirklicht werden.
Sie engagiert sich unterschiedlich für eine lebenswerte Stadt. So ist sie Mitbegründerin der Bürgerinitiative (BI) Neckartor um für eine Luftschadstoffreduzierung, zumindest auf die Grenzwerte, zu erreichen. Auch gehört für Claudia zu dieser lebenswerten Stadt ein funktionierender Hauptbahnhof, der mit Stuttgart 21 nicht ermöglicht wird, daher ist sie weiterhin eine aktive Gegnerin dieses Milliardengrabes.
Die Monotonität der Innenstädte und Fußgängerzonen in den Stadtteilen treibt sie ebenfalls um, sie sieht die überteuerten Ladenmieten als einer der Ursachen. Auch hier sollte die Aufwärtsspirale beendet werden, damit wieder eine Innenstadt entsteht mit kleinen Läden und keine Großkonzerne und Ketten.
Auch im Alltäglichen sieht sie Handlungsbedarf und die Laubbläser sind Lärm- und CO2-Erzeuger, die das Genießen der Stadt stört.
Zu einer Lebenswerten Stadt gehört auch der Umgang miteinander, so ist der Rassismus eine Unart die aus den Köpfen der Menschen verschwinden muss. Nur Vielfalt kann uns voranbringen. Als einen weiteren Spiegel unserer Gesellschaft ist der Umgang mit den Menschen im Lebensabend. Deswegen steht sie für eine menschenwürdige Pflege im Alter ein.

Auch im Alltäglichen sieht sie Handlungsbedarf und die Laubbläser sind Lärm- und CO2-Erzeuger, die das Genießen der Stadt stört.

Zu einer Lebenswerten Stadt gehört auch der Umgang miteinander, so ist der Rassismus eine Unart die aus den Köpfen der Menschen verschwinden muss. Nur Vielfalt kann uns voranbringen. Als einen weiteren Spiegel unserer Gesellschaft ist der Umgang mit den Menschen im Lebensabend. Deswegen steht sie für eine menschenwürdige Pflege im Alter ein.




44 Bedri Adar

Bedri Adar, Mitte, 2 Jahre Jugendrat, Fachkraft im Gastgewerbe, Freie Fahrt für Stuttgarter Schülergruppen https://stuttgarterschulergruppen.jimdo.com/

Ich bin Bedri Adar und 20 Jahre alt. Bin ursprünglich in Nürtingen geboren aber lebe seid meiner Kindheit schon in Stuttgart. Habe eine Ausbildung als Fachkraft im Gastgewerbe gemacht und arbeite zur Zeit als Servicekraft in einem Hotel.

Setze mich seit 2006 mit meiner damaligen Hortgruppe für FREIE FAHRT FÜR STUTTGARTER SCHÜLERGRUPPEN ein.
Siehe: stuttgarterschulergruppen.jimdo.com

Bin für eine gute ÖPNV Verbindungen und soziale Preise so dass jeder es sich leisten kann von A nach B zu kommen.




45 Dorle Buohler

Sillenbuch




46 Mario Schneider

West, Architekt, Kirchengemeinderat

Der Klimawandel mit seinen Folgen ist eines unserer drängendsten Probleme. Als Stuttgarter sind auch wir in der Pflicht aktiv zu werden. Zum Beispiel durch eine konsequente Verkehrswende. Wenn wir den Fuß-, Rad- und öffentlichen Nahverkehr stärken sowie den Autoverkehr verringern, ist das nicht nur gut für das Klima. Denn ganz nebenbei wird Stuttgart auch ruhiger und unsere Luft sauberer.

Wenn wir zudem noch das Wohnraumangebot in der Stadt erhöhen, schaffen wir nicht nur bezahlbaren Wohnraum sondern auch eine stärkere Nutzungsmischung und kurze Wege in der Stadt. Das macht Alternativen zum Auto noch attraktiver. 

Mit meiner Familie lebe ich im Stuttgarter Westen und engagiere mich dort in der Kirchengemeinde St. Elisabeth als Kirchengemeinderat. Ich freue mich darauf Stuttgart mit Ihnen allen gemeinsam zu gestalten.




47 Simone Melder

Luginsland, Kostenloser ÖPNV

Ich bin eine 18-Jährige Stuttgarterin, hier geboren und aufgewachsen. Bei der Frage, wie sich Stuttgart so verändern soll, dass ich hier auch meine Zukunft verbringen will, ist für mich der öffentliche Nahverkehr essentiell, der Dreh- und Angelpunkt eines lebenswerten und umweltfreundlichen Stuttgarts ist. Dieser soll die Stadt und deren Angebote allen Bürger*innen zugänglich machen, erschwinglich sein und so regelmäßig fahren, zuverlässig und pünktlich sein, dass man gern vom Auto umsteigt. Da ich die letzten acht Jahre jeden Tag mit der Bahn zur Schule und zurück gefahren bin, weiß ich, dass dem noch längst nicht so ist.
Wir müssen uns für unsere Zukunft zu einer menschen- und lebensfreundlichen Stadt entwickeln, ohne auf den Komfort der raschen Fortbewegung und zeitnahen Zielerreichung verzichten zu müssen.




48 Klaus Huzel

Feuerbach, Geflüchtete




49 Elka Edelkott

Rohr, PR-Fachfrau, Systemische Beraterin, seit 7 Jahren Unterstützerin von SÖS in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Seit vielen Jahren arbeite ich hauptberuflich und freiberuflich mit einer eigenen Agentur in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Zudem biete ich Unterstützung durch Systemische Beratung. Ehrenamtlich engagiere ich mich für einen leistungsfähigen Bahnhof mit K 21, für Klimaschutz und für ein menschliches Miteinander weltweit. Um hier mehr tun zu können als es mir alleine möglich ist, habe ich 2018 mit anderen Engagierten den Verein just human gegründet. Ich bin verheiratet, habe zwei Kinder und drei Enkelkinder und lebe mit meiner Frau auf der Rohrer Höhe. Als Gemeinderätin möchte ich mich besonders für bezahlbaren Wohnraum, einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und ein gutes Miteinander in Stuttgart einsetzen.




50 Jürgen Merks

Cannstatt, Referent des BUND Regionalverband Stuttgart




51 Katja Walterscheid

Rohr, Just Human e.V.




52 Alexander Rompeltien

Mitte, BI Neckartor, Montagsdemo



53 Barbara Hummel

Möhringen, Bezirksbeirätin

Jeder Mensch, ob arm, alt, behindert oder krank sollte die Möglichkeit haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Es wird höchste Zeit, unsere Steuergelder nicht für unsinnige Bauprojekte zu verschwenden sondern in sinnvollere Projekte zu investieren. Den Ausbau unserer Schulen in Gemeinschaftsschulen, die Schülerbetreuung am Nachmittag  bietet  auch benachteiligten Schülern die Chance, einen qualifizierten Schulabschluss zu erreichen. Die Umsetzung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderung ist ein wichtiger Schritt, um allen Betroffenen  die gleichberechtigte Teilnahme zu ermöglichen. Auch für die Verbesserung der Lebenssituation unserer Senioren muss viel getan werden, vor allem pflegende Angehörige brauchen mehr Entlastung und Unterstützung.

Seit nahezu zehn Jahren bin ich im Bezirksbeirat Möhringen, außerdem engagiere ich mich im Beirat Inklusion und im Beirat für Behinderte der Stadt Stuttgart. Ich sehe mich als Vertreterin für Menschen, die nicht für sich selbst sprechen können.




54 Peter Hensinger

West, Pädagoge, Fachkraft für Arbeits-und Berufsförderung (FAB) in Rente

Als langjähriger Betriebsrat im Gesundheitswesen (Psychiatrie) und Gewerkschafter ist mir die Verbesserung der Gesundheits- und Sozialversorgung ein Anliegen. Auch bin ich Sprecher der Bürgerinitiative Mobilfunk Stuttgart-West, die sich seit 12 Jahren für den Breitbandausbau und eine umweltverträgliche Mobilfunk-Versorgung mit neuester Technik einsetzt. Über die Risiken der Handynutzung halte ich an Schulen und Kindergärten in ganz Deutschland Vorträge. Als Mitglied im Vorstand des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und bei KUS (Klima und Umweltbündnis Stuttgart) setze ich mich vor allem für Maßnahmen und Aktionen gegen die Umweltzerstörung und den Klimawandel ein. Wir sind dabei, die Zukunft unserer Jugend zu zerstören. Das muss verhindert werden. Dafür müssen wir radikaler kämpfen!




55 Sayima Ergün-Pick

Untertürkheim, Familienzentrum Mäulentreff




56 Jürgen Hugger

Süd, S 21



57 Christine Pfisterer

West, Betriebswirtin, Für SÖS im Aktionsbündnis gegen S21




58 Peter Dübbers

Nord, Freier Architekt (Dipl.-Ing.) i.R.

Mitglied der ArchitektInnen für K 21. Im Aktionsbündnis gegen S 21, in der Arbeitsgemeinschaft Umstieg 21 zuständig für den Erhalt des Bahnhofsgebäudes (dafür besonders engagiert als Enkel des Erbauers Paul Bonatz).

Verheiratet, drei erwachsene Kinder



59 Sibylle Metzger

Nord, Lehrerin

Ich lebe seit vielen Jahren in Stuttgart-Nord und pendele jeden Tag zu der Schule, an der ich unterrichte. Insofern bekomme ich hautnah mit, wie der ÖPNV in den letzten Jahren unter S21 gelitten hat und leidet. Als überzeugte Nicht-Autofahrerin unterstütze ich die Initiative für eine fahrradfreundliche Stadt, in der das Auto nicht die wichtigste Rolle einnimmt. Gleichermaßen liegt mir eine Stärkung der alternativen Kunst-und Kulturszene am Herzen, die für alle Stuttgarter*innen Begegnung und Austausch ermöglicht.




60 Johannes Rauschenberger

Süd, Dipl.-Kfm., Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Weiterhin Gegner von S-21, Verteidiger der unabhängigen Presse, Kulturförderer.

Mein Name taucht in den letzten Jahren insbesondere bei der Online-Wochenzeitung KONTEXT als Vorstandsmitglied und bei der taz, die tageszeitung Verlagsgenossenschaft eG, Berlin, als Aufsichtsrat auf. Mein ehrenamtliches Engagement dient der Erhaltung der unabhängigen Presse als 4. Gewalt. Daneben engagiere ich mich bei den AnStiftern, im Theaterhaus (Beirat) und weiter als aktiver Gegner von Stuttgart-21 für ein Leben in Stuttgart. Der Widerstand gegen das Murks-Projekt Stuttgart-21 bestimmt immer noch mein kommunalpolitisches Denken. Weiter will ich mich um Möglichkeiten für Wohnen und um Kulturförderung in Stuttgart kümmern. Die Verbesserung der Mobilität hin zu Auto-Verkehr vermeidenden Lösungen ist ebenso mein Ziel.


Fotos: Joachim Röttgers / www.graffiti-foto.de

Zitate

DORIS HENSINGER, West, stv. Bezirksbeirätin
Erst ab der 7./8. Klasse sollten die SchülerInnen altersgerecht und medienkritisch zur Medienmündigkeit erzogen werden. Sie sollen die Medien beherrschen lernen und nicht von ihnen beherrscht werden!DORIS HENSINGER, West, stv. Bezirksbeirätin

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