Antrag: Bahnverbindung DB R11 („Schusterbahn“) Untertürkheim – Kornwestheim

Antrag:

Wir beantragen, die Stadtverwaltung möge mit der VVS und der Deutschen Bahn eine Möglichkeit suchen, die o.g. Bahnlinie ganztägig – auch an Wochenenden in Betrieb zu nehmen.

Darüber hinaus beantragen wir, die Verbindung auf Esslingen bzw. Ludwigsburg auszuweiten.

Begründung:

Die o.g. Bahnlinie verkehrt derzeit an Wochentagen nur sechsmal täglich zwischen Untertürkheim und Kornwestheim (05.45h / 06.45h / 07.45h – 15.45h / 16.45h / 17.45h) und zurück (06.15h / 07.15h / 08.15h – 16.15h / 17.15h / 18.15h) – die Fahrzeit beträgt 14 Min. hin, 15 Min. zurück, über Stgt.-Ebitzweg – Stgt.-Münster – Stgt.-Zazenhausen.

Eine entsprechende Verbindung mit der S-Bahn (Umstieg HBF) benötigt zwischen 28 und 36 Minuten, aus Obertürkheim entsprechend länger, der Umstieg derzeit in Untertürkheim ist am nächsten Bahnsteig erreicht..

Die o.g. Haltestellen sind mit Fahrkartenautomaten versehen und ansonsten für einen weiteren Fahrbetrieb gut vorbereitet.

Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass trotz des vollkommen unzulänglichen Fahrplan-Angebots die Züge gut genutzt waren, wobei die Fahrgäste wohl doch regelmäßige „Insider“ sein dürften, die von dieser guten Verbindung überhaupt Kenntnis haben.

Ursprünglich eingeführt als sog. „Schusterbahn“, brachte sie die Arbeiter – auch aus Obertürkheim – wie auch anderen Neckarvororten auf dem kürzesten Weg zur Schuhfabrik „Salamander“ in Kornwestheim. Diese Firma existiert nicht mehr.

Hauptsächlich wird diese schnelle „Tangenten-Verbindung“ – vorbei am Stuttgarter Verkehrsknoten HBF – derzeit von Güterzügen, früher auch Nachtzügen der DB genutzt, auch fahren bei Problemen am Bahnknoten HBF Fernzüge auf dieser Strecke (Ersatzhalt: Esslingen, bzw. Vaihingen/Enz).

Die Bahnstrecke wurde in den letzten Jahren durch die DB AG sichtlich ertüchtigt, vermutlich auch um eine sichere Ersatzstrecke zur Verfügung zu haben, wenn weitere Probleme mit dem Bau von S 21 auftreten werden.

Bei dem leider mehr zunehmenden „Verkehrschaos“ auf der S-Bahn Stammstrecke Hauptbahnhof – Schwabstraße halten wir eine so qualitätsvolle Entlastung der Innenstadt durch eine direkte S-Bahn Verbindung von Esslingen bis nach Ludwigsburg für eine große Verbesserung der Verkehrssituation im Stuttgarter Raum.

Fahrgäste der S-Bahn aus dem oberen Neckarraum und umgekehrt aus dem Großraum Ludwigsburg haben mit der neuen Linie eine schnelle auch sicherere Verbindung zum Zielort – insbesondere für die kommenden Jahre des Baus von

„S 21“.

Die Erweiterung der bisherigen Strecke um zwei Stationen nach Esslingen und eine nur nach Ludwigsburg ermöglicht auch dem Fernreisenden, jeweils in die entsprechenden IRE Richtung Ulm, RE Richtung Tübingen bzw. RE Richtung Osterburken / Würzburg umsteigen zu können ohne den HBF anzufahren, so Zeit zu sparen, insofern die neue S-Bahnlinie einigermaßen günstig vertaktet würde. Auch der weite (derzeitige) Fußweg vom HBF (tief) zu den Fernzügen würde entfallen, die Umstiege in Esslingen und Ludwigsburg sind auf den Nachbarbahnsteigen zu erreichen.

Die Entlastungen des HBF – vor allem des Tiefbahnhofes liegen auf der Hand.

Christoph Hofrichter

Bezirksbeiratsfraktion SÖS-LINKE-PluS

Unterstützer_in

Luigi Pantisano, Stadtplaner
Mein Engagement bei SÖS gilt der Gestaltung einer solidarischen und sozialen Stadt, in der sich Vielfalt frei entfalten kann und Rassismus keine Chance hat. Wir sind alle Stuttgarter_Innen – unabhängig von Herkunft, sexueller Orientierung und Status.Luigi Pantisano, Stadtplaner

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