Untertürkheimer Zeitung 23.09.15 – Flüchtlingsunterkunft gefordert

OBERTüRKHEIM: Bezirksbeirat sieht Neuapostolische Kirche als Möglichkeit
(ale) – Der Bezirksbeirat Obertürkheim hat seine Forderung bekräftigt, in der ehemaligen Neuapostolischen Kirche in der Asangstraße zumindest eine Notunterkunft für Flüchtlinge unterzubringen. Als Alternative soll die Stadt prüfen, ob eine Containerlösung auf dem frei werdenden Zentralen Fernomnibusbahnhof (ZOB) möglich ist.
Bislang lehnt das Liegenschaftsamt das Vorhaben, eine Flüchtlingsunterkunft in dem 1956 erbauten Gebäude einzurichten, aus Kostengründen ab (wir berichteten). „Der Kirchenraum mit einer Höhe von vier bis fünf Metern sei ungeeignet“, zitierte Bezirksvorsteher Peter Beier aus der Stellungnahme der Verwaltung. Trotz der ablehnenden Haltung erneuerte der Bezirksbeirat auf Antrag der SPD seinen Wunsch nach einem Erwerb und sozialen Nutzung des Geländes. Anhand der Entwicklung der Flüchtlingsströme werde „es immer schwieriger, konfliktfreie Bereiche zu finden. Das ist hier der Fall“, betonte SPD-Fraktionssprecher Michael Jantzer. Zumindest als „vorläufiges Notquartier“ müsse die neuapostolische Kirche genutzt werden, bekräftigte Christoph Hofrichter (SÖS-Linke-Plus) mit einem zusätzlichen Antrag.
Mit nur einer Gegenstimme der FDP stimmte das Gremium zu, damit auch Obertürkheim seinen Beitrag leisten könne. Nach zähem Ringen wurde ein gemeinsamer Antrag formuliert: Die Stadt soll eine nochmalige Prüfung des Kirchengebäudes vornehmen. Als Alternative zudem die Möglichkeit erörtern, ob Systembauten auf dem Gelände des frei werdenden ZOB an der Hafenbahnstraße möglich sind.

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Hannes Rockenbauch, Stadtrat
Für mich sind die Demokratie­labore und der offene Prozess zur Auswahl unserer Kandidaten_innen das spannendste Demokratie­experiment Stuttgarts.Hannes Rockenbauch, Stadtrat

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