Rosensteinquartier in Stuttgart – „Beteiligungsspektakel“ oder große Chance?

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„Die Bürgerbeteiligung zum geplanten Rosensteinquartier in Stuttgart läuft Ende Februar an. Das finden fast alle Ratsfraktionen toll. Nur SÖS-Stadtrat Hannes Rockenbauch und die Stuttgart-21-Gegner sprechen von einer Showveranstaltung.

Am 26. Februar fällt der Startschuss für die Bürgerbeteiligung zum geplanten Rosensteinviertel, das auf dem bisherigen Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs entstehen soll. Mehrere Tausend Bürger sollen dort einmal wohnen. Dabei stellen sich vor allem zwei Fragen: Wie können Bürger, die bisher Beteiligungsverfahren eher gleichgültig gegenüber standen, zur Teilnahme motiviert werden? Und werden sich die beharrlichen Stuttgart-21-Gegner in die Diskussion einbringen?

Im Technischen Ausschuss des Gemeinderats am Dienstag waren die Fronten klar abgesteckt. Die überwältigende Mehrheit des Rates ist für das vom Berliner Büro Mediator GmbH organisierte und moderierte mehrstufige Beteiligungsverfahren, das Ende Februar mit einem ersten Treffen des sogenannten Rosenstein-Forums aus Vertretern mehrerer gesellschaftlicher Gruppen und Stadträten seinen Auftakt hat. Allein Hannes Rockenbauch (SÖS-Linke-Plus), S-21-Gegner der ersten Stunde, stellt den Sinn der Bürgerbeteiligung in Frage. Sie komme „zur Unzeit“, man müsse zunächst mit den Bürgern eine gesamtstädtische Vision entwickeln. Er sieht wenig Sinn darin, mit den Bürgern über das Rosensteinquartier zu debattieren, bevor nicht endgültig geklärt ist, ob die Gleisflächen überhaupt für eine Bebauung freigegeben werden oder aufgrund der von den Projektgegnern unterstellten Leistungsschwäche des neuen Tiefbahnhofs nicht doch noch die von S-21-Schlichter Heiner Geißler propagierte Kombi-Lösung – eine Mischung aus S 21 und dem Alternativmodell Kopfbahnhof 21 – zum Tragen kommen müsste. Bekanntlich ist noch eine Klage der Stuttgarter Netze AG gegen die Entwidmung der Gleisanlagen anhängig.“

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Mark Pollmann, Dipl.-Geograf / Systemischer Berater
Für seine Vision muss der Mensch seinen Beitrag leisten, damit sie Wirklichkeit werden darf. Ohne diesen Einsatz wäre sie Illusion – und folgte damit dem Prinzip der Selbsttäuschung. Damit unsere Vision die Wirklichkeit beflügelt: WING – denn wählen ist einfach nicht genug!Mark Pollmann, Dipl.-Geograf / Systemischer Berater

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