StN 03.02.16: Debatte – Stuttgart 21 – Kritik am Rosensteinviertel nimmt zu

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„Beteiligungsspektakel“ ohne Sinn und Ziel
Hannes Rockenbauch (SÖS/Linke-plus) kündigte gleich an, man wolle nicht im Forum mitarbeiten. Kuhn lasse ein „Particitainment“ inszenieren, ein „Beteiligungsspektakel“ ohne Sinn und ohne Ziel. Städtebaubürgermeister Peter Pätzold (Grüne) konterte, Rockenbauch sei „schon lange ins Politainment“ gewechselt, veranstalte quasi Politikshows, fehle aber in nichtöffentlichen Sitzungen zum Thema Rosensteinviertel – was Rockenbauch umgehend korrigierte. Kuhn sagte zu Rockenbauch, Zu- oder Absage seien „Ihre Entscheidung“, aber er solle später nicht erzählen, man sei nicht eingeladen gewesen. Der OB warnte SÖS/Linke-plus aber auch für den Fall der Teilnahme: Man diskutiere das „Wie“ der Entwicklung, „nicht das Ob“. Das Verfahren könne „keinen Beitrag leisten, dass S 21 nicht kommt“.

Nach Ansicht von SÖS/Linke-plus stimmt der ganze Ansatz nicht. Erst brauche man eine Grundsatzdiskussion über das Bauen in Stuttgart und darüber, wie die Stuttgarter künftig leben wollen. Außerdem finde die Beteiligung zur Unzeit statt, weil S 21 „nicht fertig geplant, nicht fertig genehmigt und nicht fertig finanziert“ sei. Die Möglichkeit eines Kombibahnhofs müsse offengehalten werden: dass noch oberirdische Gleise erhalten bleiben und manche Flächen nicht bebaut werden können, selbst wenn der neue Tiefbahnhof fertig ist. Oder dass im Zeichen des Klimawandels ein Wald nötig ist, damit es sich im nahen Talkessel trotz erhöhter Temperaturen weiter gut leben lässt.

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Gerhard Wick, Lagerarbeiter
Von Parteien und ihrer Hinterzimmer-Demokratie habe ich genug. Lasst uns unsere Stadt selbst gestalten. Gemeinsam können wir das. Besser als die Karriere-Politiker. Ihr versteht, ich meine dass wir keine andern Herren brauchen, sondern keine.
(b.brecht)
Gerhard Wick, Lagerarbeiter

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