StZ 21.06.16: Kommentar zur neuen Struktur im Rathaus – Verspätete Ankunft

Es bleibt ein Beigeschmack nach der Neustrukturierung der Bürgermeisterressorts. Dass die Fraktionsgemeinschaft SÖS-Linke-Plus mit acht Vertretern leer ausgeht, ist nach außen schwer zu vermitteln, sagt Redakteur Thomas Braun.

Noch ist das Revirement nicht in trockenen Tüchern. Doch es spricht alles dafür, dass der Vorschlag von OB Fritz Kuhn für eine Neustrukturierung der Ressorts und Neubesetzung der Bürgermeisterposten eine breite Mehrheit im Gemeinderat finden wird – und obendrein die Verwaltung fit für die Zukunft macht.

Und dennoch: es bleibt ein Beigeschmack. Dass FDP und Freie Wähler (zusammen sieben Sitze im Rat) mit der von ihnen unterstützten Isabel Fezer ein Zukunftsressort besetzen, die Fraktionsgemeinschaft SÖS-Linke-Plus mit acht Vertretern aber leer ausgeht, ist nach außen schwer zu vermitteln. Die einst viel beschworene ökosoziale Mehrheit im Rat ist nur noch eine rein rechnerische Größe. Ein – wenn auch schwacher – Trost für SÖS-Chef Hannes Rockenbauch und die Seinen: die Struktur des neuen Sozialdezernats entspricht ihren Vorstellungen.

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Ingmar Grosch, Diplom-Physiker
Direkte Bürger­beteiligung ohne starren Partei­rahmen. Im eigenen Stadtteil kleine Verbes­serungen umsetzen. So bleibt Stuttgart lebenswert.Ingmar Grosch, Diplom-Physiker

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