StZ 28.10.16: Bauvorhaben im Steckfeld – Bangen um günstigen Wohnraum

Aus dem Bezirksbeirat gibt es Kritik an den Plänen für die Nachverdichtung von Wohnraum im Stadtteil Steckfeld. Es wird befürchtet, dass bezahlbarer Wohnraum verloren gehen könnte.

Steckfeld – Die Pläne für die Nachverdichtung im Steckfeld rufen Kritik im Bezirksbeirat hervor. Bereits im vergangenen April hat sich das Gremium für mehr bezahlbaren Wohnraum und die Zwischennutzung leer stehender Wohnungen ausgesprochen. Die Lokalpolitiker erhielten auf ihren Antrag eine Antwort von Baubürgermeister Peter Pätzold. Darin sicherte er den Bezirksbeiräten zu, dass er mit den beiden Bauherren im Stadtteil Steckfeld – dem Siedlungswerk und der Baugenossenschaft Luginsland – Verhandlungen über den Erhalt von sozialem Wohnraum auf freiwilliger Basis führen will.

 Mit dem Ergebnis zeigte sich insbesondere die Fraktion SÖS/Linke-plus bei der jüngsten Bezirksbeiratssitzung unzufrieden. Ihr Sprecher Gerhard Hütter äußerte die Befürchtung, dass bezahlbarer Wohnraum verloren gehe, wenn die angestrebte Nachverdichtung des Wohnbestandes realisiert wird (siehe auch Leserbrief Seite II). Bisher gehen die beiden Wohnbauunternehmen davon aus, dass der Bau von 120 Wohnungen in neun Gebäuden auf einer Fläche von 8800 Quadratmetern frühestens 2018 beginnen kann, da zunächst die Verwaltung den Bebauungsplan für das Areal ändern muss. Hütter verweist darauf, dass viele neue Eigentumswohnungen entstehen sollen. „Wer von den alten Mietern wird sich das leisten können?“ Er fürchtet, dass die jetzigen Mieter den Stadtteil verlassen müssen. Angesichts der angespannten Lage auf dem Stuttgarter Wohnungsmarkt dürfte es auch nicht leicht für sie werden, anderswo in der Landeshauptstadt rasch eine neue Wohnung zu finden, befürchtet der Bezirksbeirat.

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Jan A. Lutz, Gestalter
Bürger­schaftliches Engagement und soziale Teilhabe sind die Pfeiler einer modernen Gesellschaft. Stadt als Marke war gestern. Für morgen brauchen wir die Stadt als soziales Netzwerk.Jan A. Lutz, Gestalter

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