StZ 28.12.15: CAP-Märkten droht die Schließung

Im Streit um die Ansiedlung eines Aldi-Markts in Untertürkheim soll die Wirtschaftsförderin Ines Aufrecht den Bezirksbeiräten Informationen, die für das Projekt nachteilig sind, vorenthalten haben. Der Gemeinderat wird letztlich entscheiden.

Stuttgart – Der Stuttgarter Gemeinderat hat in den Haushaltsberatungen auf Antrag von CDU und Grünen für die nächsten beiden Jahre 100 000 Euro Planungsmittel genehmigt, um in einem ersten Schritt für fünf Stadtteile, in denen der Einzelhandel weitgehend am Boden liegt, Lösungen zu erarbeiten. Das in weiten Teilen innenstadtorientierte Gremium hat mittlerweile erkannt, jahrelang nicht nur Gebäude, Straßen oder Friedhöfe dem Zerfall überlassen zu haben. Man hat auch einräumen müssen, tatenlos zugesehen zu haben, wie immer mehr Kaufkraft aus den äußeren Stadtbezirken abfloss – in Untertürkheim bisher 50 Prozent.

Deshalb soll die Abteilung Wirtschaftsförderung nun auch für Untertürkheim (neben Cannstatt, Feuerbach, Vaihingen und Weilimdorf) Feuerwehr spielen und „ortsspezifische Handlungskonzepte“ entwickeln. Dafür muss sie mit dem örtlichen Einzelhandel und den politischen Vertretern zusammenarbeiten. Da passt es überhaupt nicht ins Bild, dass sich OB Fritz Kuhn (Grüne) aktuell mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen seine Wirtschaftsförderin Ines Aufrecht beschäftigen muss, in der es konkret um dieses Thema geht.

In Obertürkheim gibt es keinen anderen Supermarkt

Ihr wird vorgeworfen, in unangemessener Form eine Aldi-Ansiedlung auf dem ehemaligen Untertürkheimer Postareal in der Augsburger Straße zu forcieren und dabei die Bürgervertreter über wesentliche Fakten im Unklaren gelassen zu haben. Der Obertürkheimer Bezirksbeirat Christoph Hofrichter (SÖS-Linke-Plus) steht gegenwärtig nicht allein mit seiner Meinung, Ines Aufrecht habe den interessierten Bürgern wichtige Informationen vorenthalten, indem sie in diversen Bezirksbeiratssitzungen ein von ihr selbst in Auftrag gegebenes Gutachten als geheime Verschlusssache behandelt habe. Das sei keine gute Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

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Sibylle Wais, Verwaltungs­mitarbeiterin
Die Vielfalt, der bei SÖS beteiligten Menschen begeistert mich. Soviel Sach- und menschliche Kompetenz muss ins Rathaus. Weg mit den Tunnel­parteien!Sibylle Wais, Verwaltungs­mitarbeiterin

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