Neueste Umfrage: Immer weniger sind für Stuttgart21!

Trotz millionenschwerer Herzchen-Kampagnen, schicken Ausstellungen und Werbung auf Hochglanzpapier gelingt es den Stuttgart21-Befürworten offenbar nicht zu überzeugen. Im Gegenteil: Einen Tag nachdem der neue Bahnchef Grube mitteilt, er wolle Stuttgart21 nicht um jeden Preis, veröffentlich die Stadt die Ergebnisse ihrer alle zwei Jahre statt findenden Bürgerumfrage. Das sind repräsentative Zahlen, die belegen, dass immer weniger Menschen sich für das Milliardenprojekt begeistern.
So ist die Zahl der Befragten, die Stuttgart21 sehr gut finden um ein Prozent gesunken, während die Zahl derjenigen, die eine sehr schlechte Meinung vom Projekt haben um ganze acht Prozent gestiegen ist. Insgesamt erhält Stuttgart21 damit mit 30 Prozent Zustimmung und 47 Prozent Ablehnung die niedrigste Zustimmung seit dem Projektbeginn 1995. (Alle Ergebnisse der Bürgerumfrage erhalten Sie hier)

Stadtrat Hannes Rockenbauch kann gut verstehen, dass bei so blamablen Zahlen für Schusters Lieblingsprojekt das Stadtoberhaupt die Präsentation der Zahlen lieber seinem Beigeordneten Schairer überlässt. Denn so langsam sollte doch auch bei ihm ankommen, dass es Zeit wird, endlich auf Distanz zu diesem Milliarden-Wahnsinn zu gehen. Vom frisch ernannten „Mister Stuttgart21“, dem SPD-Politiker Wolfgang Drexler kann man das vielleicht noch nicht erwarten, so hört man von ihm die üblichen Floskel: „man müsse jetzt endlich die Vorteile des Projektes kommunizieren“.

Hannes Rockenbauch fragt sich, wann die S21-Fanatiker endlich damit aufhören, die Stuttgarterinnen und Stuttgarter für blöd zu verkaufen. So belegt doch gerade der Rückgang der Anzahl von Menschen, die keine Meinung zu S21 haben (von zehn auf vier Prozent), dass die Ablehnung zu Stuttgart 21 mit steigender Aufklärung wächst.

Dass die Verantwortlichen in Land und Stadt aus der – auch schon bei den Kommunalwahlen zu spürenden – Rekord-Ablehnung immer noch keine Konsequenzen ziehen, ist typisch für eine Politik, die den Kontakt zu den Menschen verloren hat. Wenn Schuster & Co mit dem Mut der Verzweifelten beteuern: „Wir wollen doch nur euer Bestes“ sagen wir K21-Fans frech: „Das bekommt ihr aber nicht!“

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Gerhard Wick, Lagerarbeiter
Von Parteien und ihrer Hinterzimmer-Demokratie habe ich genug. Lasst uns unsere Stadt selbst gestalten. Gemeinsam können wir das. Besser als die Karriere-Politiker. Ihr versteht, ich meine dass wir keine andern Herren brauchen, sondern keine.
(b.brecht)
Gerhard Wick, Lagerarbeiter

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