Kommt jetzt endlich Tempo 30?

Tempo30Freilich da gibt es diesen Spruch „Gut Ding will Weile haben“, aber ärgerlich ist es schon, dass sich die Stadt Stuttgart jetzt erst – als das Regierungspräsidium wegen Unterlassung verurteilt wurde – beginnt sich zu bewegen. So weit ist es schon gekommen, dass Stuttgarter Bürger_innen ihr Recht auf Schutz vor Feinstaub erst einklagen mussten. Und fast scheint es, die Stadt zögere immer noch.
Es ist jetzt mehr als vier Jahre her, dass SÖS-Stadtrat Hannes Rockenbauch den Antrag auf Tempo 30 im Stuttgarter Kessel gestellt hat. (siehe Antrag: „Mehr als nur Feinstaub“ vom April 2005). Und jetzt – nach über vier Jahren – will die Stadt tatsächlich per Gutachten prüfen lassen, ob Tempo 30 wirklich etwas bringt.
Sicher: Eine einzelne Maßnahme ist kein Wundermittel. Aber es ist schon erstaunlich, wieviel Zeit sich die Stadt lässt, ihre Bürgerinnen und Bürger vor Feinstaub & Co zu schützen. Ein Schelm wer denkt, das läge an der mächtigen Autolobby in Stuttgart. Am selben Tag, an dem die Presse den Vorstoß der Stadt groß in der Zeitung brachte flatterte den Stadträten schon elektronische Post von der IHK ins Haus: „Große Sorgen der Wirtschaft wegen Tempo-30-Plänen der Stadt„. Die Unterüberschrift setzt noch ein drauf : „Wirtschaft und Arbeitsplätze offenbar unwichtig“.
Stadtrat Rockenbauch hofft, dass sich die neue Gemeinderatsmehrheit davon nicht beeindrucken läßt, sich endlich um die Stuttgarter Bevölkerung sorgt und mutig ein Gesamtkonzept vorlegt, wie sie gedenkt den Auto -und LKW Verkehr in der Innenstadt dauerhaft zu reduzieren.
Vielleicht überdenkt die Stadt auch endlich mal die SÖS-Idee eines kostenlosen Nahverkehrs – finanziert durch Citymaut, Parkgebühren und einer Nahverkehrsabgabe.

Wäre doch schade, wenn das nochmal vier Jahre dauert.

Unterstützer_in

Hannes Rockenbauch, Stadtrat
Für mich sind die Demokratie­labore und der offene Prozess zur Auswahl unserer Kandidaten_innen das spannendste Demokratie­experiment Stuttgarts.Hannes Rockenbauch, Stadtrat

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