Presseerklärung 08.12.2008: SÖS macht weiter

Stadtrat Hannes Rockenbauch wird wieder für die Liste Stuttgart, ökologisch, sozial (SÖS) kandidieren. Da im Lauf des letzten Jahres viele Menschen aus Bürgerinitiativen zu SÖS gestoßen sind, sei es durch gemeinsame Aktionen oder durch die Vertretung derer Anliegen im Gemeinderat, wird der Name der Liste zur Kommunalwahl geringfügig geändert werden in ”Personenbündnis Stuttgart ökologisch sozial“. ”Wir sind ja selbst so etwas wie eine Bürgerinitiative“, meint Rockenbauch und betonte, dass es bei SÖS weder eine Mitgliedschaft, noch einen Mitgliedsbeitrag und schon gar nicht eine Landes- oder Bundesleitung gäbe, die die große Linie vorgäben. ”Stuttgart ist unsere Heimat und die vieler Migranten und Migrantinnen, und deswegen gibt es SÖS nur in Stuttgart.“

Er und einige seiner Mitstreiter kündigten an, auf kommunaler Ebene die Politik der Nachhaltigkeit, der sozialen Gerechtigkeit und der demokratischen Umgestaltung weiterhin konsequent zu verfolgen. ”Demokratie statt Arroganz“, so Peter Hensinger von der Mobilfunkinitiative Stuttgart West, ”ist nicht nur das Motto einer Veranstaltung im Stuttgarter Rathaus gewesen. Seither diskutieren die Stuttgarter Bürgerinitiativen, wie sie ihre Anliegen besser in die Kommunalpolitik einbringen können und bei welcher Gruppierung sie Chancen haben, Gehör zu finden. Der Diskussionsprozess ist noch nicht abgeschlossen“. Es gehe, so Peter Hensinger um die Frage: Wer nimmt die Bürgerinnen und Bürger ernst.

Veranstaltung "Wir sind Stuttgart - Demokratie statt Arroganz"

Veranstaltung 20.10.2008 "Wir sind Stuttgart - Demokratie statt Arroganz"

Barbara Hummel, Vorsitzende des Angehörigenbeirats der Lebenshilfe, betont, dass es gerade auch auf kommunaler Ebene darauf ankomme, den bisherigen Weg des ”höher, weiter, schneller“ zu verlassen, und dass der Ehrgeiz, ”im Wettbewerb der Metropolen“ der Beste sein zu wollen, viele Menschen, insbesondere Behinderte, ausgrenzt. ”Prestigeprojekte und Kinderarmut, die ja eigentlich Erwachsenenarmut ist, passen nicht zusammen. Zudem sind die Kommunen hinsichtlich der Betreuung von Behinderten oftmals überlastet und inkompetent“, so Hummel.
Gangolf Stocker ist sicher, dass die Kommunalwahl auch so etwas wie ein Bürgerentscheid-Ersatz zu Stuttgart 21 werden wird. ”Jedenfalls werden wir dafür sorgen“, so Stocker. Stuttgart 21 sei das Thema gewesen, das die Vernetzung der vielen Bürgerinitiativen beschleunigte und das Selbstbewusstsein der aktiven Menschen stärkte. ”Das wird und muss sich jetzt ausdrücken bei den Kommunalwahlen“, so Stocker.

”Wir sind ein Personenbündnis, und wir sind es deshalb, weil wir nicht glauben, dass die Parteien mit ihren Hierarchien und Karrieristen für eine grundlegenden Politikwechsel geeignet sind“, meint Hannes Rockenbauch, und führt weiter aus: ”Wir sind eine offene Plattform, und wir freuen uns über Mitmacher und Mitmacherinnen.“
Interessierte finden unter www.s-oe-s.de (anm.: www.sös-stuttgart.de) weitere Infos und die genauen Termine der wöchentlichen Treffen im Rathaus.

Kommentare

  1. admin

    10. Dezember 2008

    @Horst Arnold Kurle:

    Hallo Horst,
    ich werde lediglich auf Deine Teilfrage zum Thema „American Church“ und „Scientology Church“ eingehen, da ich nur der Webadministrator der Seite bin. Zu den anderen Fragen wird Dir Hannes in Kürze antworten.

    Das Theme (siehe Wikipedia) dieser Seite basiert auf einem Theme mit dem Namen „Church“, welches von Brian Gardner angeboten wird.

    Weder das Theme noch dessen Autor stehen in irgend einer Beziehung zur Scientology Kirche. Insofern kann ich Dir versichern: SÖS auch nicht; und das ist auch gut so 🙂

    Um weitere Irritationen dieser Art zu vermeiden, habe ich den Link am Ende der Seite herausgenommen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Antonio Landsberger (Webadmin)

Unterstützer_in

Luigi Pantisano, Stadtplaner
Mein Engagement bei SÖS gilt der Gestaltung einer solidarischen und sozialen Stadt, in der sich Vielfalt frei entfalten kann und Rassismus keine Chance hat. Wir sind alle Stuttgarter_Innen – unabhängig von Herkunft, sexueller Orientierung und Status.Luigi Pantisano, Stadtplaner

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